Gebündelt für die Informatik
heinlewischer planen Fakultätsgebäude in Stettin
Die Westpommersche Technische Universität (ZUT) ist 2009 aus dem Zusammenschluss zweier Universitäten in Stettin entstanden und verfügt dementsprechend über eine Vielzahl an Fakultäten, die sich auf mehrere Standorte verteilen. Die Fakultät für Informatik befindet sich in zwei Gebäuden weit im Nordwesten der Stadt. Zur Konsolidierung der Universitätsstandorte soll statt dieser ein eigenständiges Gebäude an einem zentraleren Standort unweit des Stettiner Hafens entstehen und durch weitere Funktionen räumlich ergänzt werden.
Ende April konnte sich das Breslauer Büro von heinlewischer im entsprechenden, von der Hochschule ausgelobten offenen Wettbewerb durchsetzen. Entstehen soll der Neubau gegenüber der Fakultät für Elektrotechnik. Bisher befinden sich auf dem Standort Garagen und andere provisorische Hallenbauten, während die unmittelbare Nachbarschaft von Kleingartenanlagen geprägt ist.
Das von heinlewischer geplante Fakultätsgebäude für Informatik verbindet den Neubau über einen seitlich angeordneten Laubengang mit dem Bestandsbau der Elektrotechniker*innen. Der fünf- bis sechsgeschossige Neubau ist mit einem zweigeschossigen Sockel und drei darüber befindlichen Baukörpern mit einer Fläche von 12.000 Quadratmeter angedacht. Neben den Vorlesungs- und Seminarräumen waren dabei auch Produktionsbereiche einzuplanen, die von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Start-ups aus dem Technologiebereich genutzt werden können.
Oberhalb des Gebäudesockels sollen drei versetzte Baukörper entstehen, deren Staffelung die Gestaltung der entstehenden Dachflächen als Gärten ermöglicht. Der mittlere quaderförmige Baukörper wird von einem Innenhof definiert und soll in den oberen Geschossen Büros für das Fakultätspersonal beherbergen, während darunter liegend Seminar- und Laborräume vorgesehen sind. In den beiden kleineren, seitlich gelegenen Baukörper werden ebenfalls verschiedene Unterrichts- und Gemeinschaftsräume untergebracht.
Im Sockelgeschoss sind sowohl Hörsäle, ein Lesesaal und rückwertig große Laborbereiche verortet. Der nahezu vollständig verglaste Sockel öffnet sich zu einem großzügigen Regengarten, der zwischen den beiden sich künftig gegenüberliegenden Universitätsbauten und der Umgebung vermittelt. Dies lobte insbesondere auch die siebenköpfige Wettbewerbsjury und hob die damit verbundene Integration von akademischem und öffentlichem Leben hervor. Fertiggestellt werden soll die Fakultät innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahre, geschätzt werden Kosten von 130 Millionen polnischer Zloty. (sla)
Mehr zu Dachbegrünungen bei Baunetz Wissen.
Ja ich weiß, jetzt kommen alle Nörgler und sagen, wie scheißenlangweiligig der Bau daherkommt. Und warum so ein 08/15 Ding ins Baunetz kommt, und dann kommt die sachliche Fraktion und findet es wieder toll, weil – genau – so sachlich.
Geschenkt! Ist nicht wichtig.
Aber die Grundrisse (und die sind nun mal wichtig!) sind wirklich uninspiriert für eine Hochschule im 21. Jahrhundert. Sieht aus, wie eine preußische Schule aus dem 19.Jahrhundert: Flure und Klassenräume und tiefe Gebäude
Der Unterschied: die Schulen waren damals innovativ, weil sie Bildung für alle ermöglichten.
Und? irgendetwas geschehen in der Zwischenzeit?
Da hilft das bisschen Möbelgraphik auch nicht. (Und die Renderings haben den Charme von Kugelschreibern in hellblauen Hemden).
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