Financial Plaza
gmp gewinnen Wettbewerb in China
Bei dem internationalen Wettbewerb für ein neues Bankenzentrum im ostchinesischen Hangzhou haben die Architekten von Gerkan Marg und Partner (gmp) den ersten Preis gewonnen. Ein städtebauliches Ensemble aus vier verschiedenen Hochhaustypen soll der zukünftige Standort für vier verschiedene Finanzfirmen werden. Das Zentrum mit dem Namen Qianjiang New Town liegt an der Hauptachse des neuen Commercial Business District mit Blick zum Fluss Qiantang.
Ein sechsgeschossiger Sockel mit Arkaden bildet die Basis der vier autarken Gebäude. Das Erdgeschoss ist der öffentlichen Nutzung vorbehalten. Die vier Bürohäuser darüber seien entsprechend ihrer unterschiedlichen Anforderungen, Ausrichtungen und Aufgaben entwickelt, so die Architekten, die weiter erläutern: „Sie erhalten jeweils eine prominente Ecksituation innerhalb des Gebäudeblocks. Gemeinsam ist ihnen eine rationale vertikale Steinfassade sowie ihre repräsentative und kommunikative Mitte.“
Der mittige Platz – die „Financial Plaza“ – bekommt eine eigene Metrostation. Ein Wasserfall mit Wasserbecken soll den Innenhof zum „Erlebnisraum“ machen. So bleibt wohl das Gefühl der Liquidität auch erhalten, wenn unerwartet eine Finanzkrise Einzug hält und der Geldfluss ins Stocken gerät.
Ob das nun herausragende Architektur ist, darüber lässt sich sicher streiten. Alltagstauglich scheint sie auf jeden Fall zu sein.
Aber das Gebaren unserer Finanzjongleure treibt einem ja eh häufig einen kalten Schauer über den Rücken.
Beunruhigend zu sehen, dass auch China so was jetzt braucht - einen Tempel für den Gott Mammon.
Architekten bleiben nun mal ihrem Ruf als Huren des Kapitals treu.