Bundesamt für Verbraucherschutz
a360 feiert Baubeginn in Braunschweig
Bundesprominenz auf Besuch in Braunschweig: Zum ersten Spatenstich eines neuen Verwaltungs- und Laborgebäudes für das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sind am heutigen 3. September die Verbraucherministerin und der Staatssekretär im Bauministerium in Braunschweig-Kanzlerfeld erschienen.
Der Neubau wurde von den Architekten des Hamburger Büros a360 architekten in zwei gegeneinander versetzte Neubauten für einen Verwaltungs- und einen Labortrakt unterteilt. Das Büro hatte im Jahr 2006 einen entsprechenden Wettbewerb gewonnen. Durch verglaste Erschließungsgänge sind beide Gebäude untereinander und mit zwei bestehenden Klinkergebäuden verbunden. Die Neubauten bilden mit den Bestandsgebäuden einen Eingangs- und Wirtschaftshof. Die beiden Altbauten sollen nach der Sanierung als Archivhalle und Verwaltungsgebäude genutzt werden. Staatssekretär Lütke-Daldrup: „Die behutsame Verbindung von Alt- und Neubau kann Vorbild für einen respektvollen Umgang mit unserem architektonischen Erbe werden.“
Mit dem Neubau sollen der Leitungsbereich, die Organisationsaufgaben und die Abteilung Pflanzenschutz des Bundesamts am Standort Braunschweig gebündelt und so Synergieeffekte erzielt werden.
Der Bau kostet 14,5 Millionen Euro und soll im Frühjahr 2012 fertig werden.
Den Kritikern sei gesagt, es gab 2006 einen GRW konformen Wettbewerb, das Preisgericht hat entschieden und gut ist. Nachtreten oder madig machen ist gemäß Bay. Arch.G. eines Architekten nicht würdig, auch wenn man -wo auch immer -Prof. ist.
Als Leser eines solchen Portals kann man sich in der Regel - ohne weiteres Hintergrundwissen - nur auf Grund der Abbildungen und des Textes ein Urteil erlauben. Ob man den Entwürfen damit gerecht wird, ist natürlich fraglich.
Bei sehr vielen hier veröffentlichten Projekten stellt sich aber auch die Frage, wie hat solch eine Lösung einmal den ersten Preis in einem Wettbewerb erlangen können?
Liegt es vielleicht auch daran, dass bei vielen Wettbewerben immer die gleichen in der Jury sitzen und sind diese mittlerweile müde, da sie vermutlich mehrmals im Monat Jurorarbeit leisten?
Auch ich liebe eigentlich nicht das ständige Nörgeln, aber so lange die architektonische Qualität wie derzeit konstant abnimmt, kann man es sich nicht verkneifen.
Was ist daran behutsam, wenn man einen viereckigen Baukörper mit einem viereckigen gläsernen Verbinder an einen mit Verlaub auch nicht gerade aufregenden Altbau setzt? Als Vorbild für meine Studenten werde ich das mit Sicherheit nicht nehmen, da gibt es reihenweise Anderes! Das Ganze erschließt sich zumindest mir nicht als das entwurfstechnisches Meisterwerk, als das es gepriesen wird. Vielleicht lässt sich das besser beurteilen, wenn man mehr vom Entwurf kennt, aus den hier veröffentlichten Darstellungen ist das mehr als schwierig, respektvollen Umgang nachzuvollziehen.
Jasper Herrmann
Prof. Dipl.-Ing. Architekt BDA
Professor für Entwurf und Baukonstruktion
Harburger Str. 6
21 614 Buxtehude
jasper-herrmann@t-online.de
Einfach ein toller Entwurf.