Bruder Klaus
Zumthor-Kapelle in der Eifel geweiht
Am 19. Mai 2007 wird in Mechernich-Wachendorf die neue Bruder-Klaus-Feldkapelle von Peter Zumthor (Haldenstein, Schweiz) feierlich gesegnet. Der Bau geht auf die private Initiative eines Landwirtes aus der Eifel zurück und ist dem heiligen Niklas gewidmet, der in der Region auch „Bruder Klaus“ genannt wird.
Zumthor entwarf für die Kapelle einen minimalistischen, blockhaften Baukörper. Der scharfkantige Monolith basiert auf einem fünfeckigen Grundriss, wurde aus Sichtbeton hergestellt und ist 12 Meter hoch. In den massiven Körper ist eine dreieckige Pforte eingeschnitten. Im Inneren wurde ein einziger Raum mittels einer Schalung aus 120 Fichtenstämmen ausgespart. Der Andachtsraum verjüngt sich zeltähnlich nach oben und öffnet sich am obersten Punkt mit einer schmalen Luke zum Himmel. Die Wände des Innenraumes mit Feuerrauch geschwärzt; das Feuer schwelte zwei Wochen lang.
Segnung im Rahmen eines Dank- und Festgottesdienstes am 19. Mai 2007 12 Uhr in Mechernich-Wachendorf, Rissdorfer Weg.
Eine lesenswerte Reportage über die Enstehung des Baus finden Sie Berliner Tagespiegel unter dem Titel „In Gottes Dienst“
Und diese schreckliche hakende Tür mit dem zu kleinen Griff. Wie bei manchen Details im Kolumba ist Zumthor hier für mich eher Goldschmied als Architekt.
den bau rumgehen, mehrmals, vielleicht wein- trinken, die konturen aufnehmen, das licht, die schatten, die umgebung... . eine sehr intensive erfahrung mit form und raum wird möglich und natürlich mit architektur.
Der konische Kappellenraum, die runde Öffnung oben als einzige Lichtquelle: Hier zitiert Zumthor Dominikus Böhms Taufkapelle in St. Johann Baptist, Neu-Ulm von 1927. In einem anderen Material und anderen Maßen. Das soll jetzt keine Kritik sein, nur ein Hinweis auf die in jedem Architektenhirn herumspukenden Bilder aus der Geschichte. (Wolfgang Voigt, DAM Frankfurt)