50 Neue
Wohnungsbauten von ksg in Köln
Wo einst die Kölner Sidol-Fabrik stand, entsteht seit 2011 auf einem etwa 5,3 Hektar großen Areal ein Wohnviertel mit der Marketing-Bezeichgnung „Park Linné“. Anfang Mai feierten nun kister scheithauer gross architekten (ksg) die Grundsteinlegung von 50 neuen Wohnungen, die jeweils in drei Stadtvillen untergebracht werden. Die Konversion des ehemals industriellen Stadtteils ist somit ein Stück weiter fortgeschritten. Laut Bauherrn soll hier ein „belebtes Stadtviertel mit Strahlkraft auf die Umgebung“ entstehen.
Lacandón, Torres und Cristóbal: Diese edlen Namen tragen die eingeweihten Geschosswohnungsbauten, die 65 bis 187 Quadratmeter große Wohnungen mit 64 Stellplätzen in einer Tiefgarage beherbergen. Johannes Kister spricht bei der Beschreibung seines Projekts von „klaren Formen“ und einer „in sich stimmigen Fassade“, die den Gesamtensemble des Parks bestimmen sollen. „So wechseln sich verschiedene Putzflächen in hellen Tönen ab und verleihen durch Vor- und Rücksprünge den Gebäuden ein klassisch-modernes Erscheinungsbild. Die Eingangsportale sind teilweise mit Holztüren und Natursteinplatten versehen und gliedern optisch das gesamte Ensemble. Überwiegend bodentiefe Fester, Loggien und Dachterassen bestimmen des weiteren die Architektur.“
Die Fertigstellung ist bis zum Jahr 2015 geplant: Bis dahin werden ksg, die den Wohnungsbau Colón bereits realisiert haben, insgesamt neun Villen bauen. Die feine Ausarbeitung der Details, die die Architekten erwähnen, steht im Zusammenhang mit dem vom Bauherrn geäußerten Wunsch nach Eleganz: Mit dem neuen Kölner Stadtquartier soll es sich um nichts Geringeres handeln als um „elegante Stadtvillen, klassische Stadthäuser, trendige Lofts und stilvolle Stadtwohnungen“ – alles auf höchstem Niveau.
Die Fassade..alles in schönen dunkelen Metalloberflächen.. und dann ne Holztür im Obi-Look?.. das geht gar nicht..
Die Eingangssituation eingepresst unter zwei warzenartigen Erkern.. kann man machen.. muss man nicht..
Der Umgang mit den Fallrohren ist exemplarisch für die äussere Hülle..
Anders als meine Vorredner finde ich die Stadtvillen durchaus gelungen und würde mir mehr Beispiele dieser Art wünschen.
Über die Grundrisse lässt sich mangels Plänen leider nichts sagen, aber die Fassaden sind zweifellos schön proportioniert und strahlen eine gewisse Eleganz aus, der dem Gros zeitgenössischer Wohnneubauten fast immer fehlt.
Allein die Nomenklatur der Häuser mutet etwas seltsam an. Sie ist wohl einfach heutigem Immobilienvermarktungs-Sprech geschuldet...
denn diese langweiligen 08/15 gebäude sind alles andere als erwähnungswürdig. höchstens um das konservative lager im deutschen wohnungsbau zu verdeutlichen...
für die besserverdienenden wurde auch schon mal progressiver und besser gebaut. für die einkommenschwachen übrigens auch!