Europan in Ingolstadt
Wohnungsbau von Blauwerk fertig
Anfang Oktober 2010 wurde in Ingolstadt ein geförderter Geschosswohnungsbau mit 45 Wohnungen und drei Gewerbeeinheiten fertig gestellt. Das Gebäude ist Bestandteil einer neuen Quartierskante, die als Lärmschutzbebauung entlang einer stark befahrenen Bundesstraße entsteht. Der Städtebau und die Gebäude wurden im Rahmen des internationalen Nachwuchswettbewerbes Europan 6 im Jahr 2001 durch das Architekturbüro Blauwerk (Kern und Repper, München) konzipiert.
Das Gebäude greift wie der erste Bauabschnitt aus dem Jahr 2005 (siehe BauNetz-Meldung vom 27. Mai 2005) die Typologie eines Terrassenhauses mit gut belichteten Wohnungen und privaten Freiflächen auf. Eine ebenerdige Garage in der Mitte des Gebäudes ermöglicht den Verzicht auf aufwändige Unterkellerungen. Über die natürlich belichteten Stellplätze ist ein direkter Zugang zu den angrenzenden Maisonettewohnungen möglich. Auf dem Dach der Garage im ersten Obergeschoss entstand eine halböffentliche Gemeinschaftsfläche, über den die reihenhausähnlichen südlichen Maisonnettewohnungen fußläufig erschlossen sind. Die nördlichen Maisonettewohnungen und die Gewerbeeinheiten haben hier ihre Privatgärten bzw. ihre Freiflächen, die abschließend noch bepflanzt werden.
Im Rahmen des geförderten Wohnungsbaus konnten Grundrisse mit Galerien, Oberlichtern, Schiebetüren und durchgesteckten Wohnräumen realisiert werden. Der Energieverbrauch wurde durch die aufgeglasten Südflächen, durch eine effektive Dämmung und durch eine dezentrale Wärmeluftrückgewinnung optimiert. Die zurückhaltenden, aber hellen, leicht reflektierenden Oberflächen, sollen eine heitere Stimmung erzeugen.
Die städtebauliche Situation wird im Jahr 2011 durch zwei weitere Gebäude des Büros Blauwerk vervollständigt.
Fotos: Florian Schreiber
ich bin oft nicht der meinung von solog, doch hier hat er doch im grunde recht; es handelt sich hier nicht um gute architektur; dieses projekt legt seinen schwerpunkt auf das formale, auf die abbildung, auf ästhetische effekte und vergisst ganz, dass hier menschen wohnen sollen,
das ist wirklich ein schlechtes beispiel und muss zurecht, natürlich nur sachlich, kritisert werden,
ich kann den ärger des kollegen schweizer über ihre arrogante art gut verstehen. und sprachlich hat er ihnen sowieso etwas voraus.