Arabisches Terrassenland
Wohnturm von HdM in Beirut
Es ist ein Stapel aus Hoffnungen in einem kriegsversehrten Land: Die Baseler Architekten Herzog & de Meuron haben einen spektakulären Wohnturm für die libanesische Hauptstadt Beirut entworfen. Das vertikal geschichtete Terrassenhaus scheint über der Hafenstadt zu schweben. Der Stufenbau aus übereinander liegenden rechteckigen Scheiben wird durch Säulen gestützt. Das Gebäude wirkt wie ein luftig leichtes Terrassenland zwischen den grauen Hochhausblöcken der Umgebung. Es ist Teil eines Masterplans, der das Yachthafen-Viertel Beiruts umgestalten soll.
Das Appartment-Haus besteht aus fünf verschiedenen modularen Bodenplatten, aus denen sich ein Mix aus Überständen und nutzbaren Außenflächen ergibt. Pflanzen begrünen die Balkone und sollen den zukünftigen Mietern Privatsphäre bieten, erklären die Architekten. Außerdem sollen diese grünen Tupfer, zusammen mit dem aufwendig bepflanzten Haupteingang, eine Beziehung zu einem benachbarten Palmen-Boulevard herstellen.
Der 116 Meter hohe Wohnturm wird 129 Single-Apartments, Maisonette-Wohnungen sowie Townhouses beherbergen, die sich unterschiedlich gruppiert in dem Hochhaus finden. Der Turm basiert auf fünf Prinzipien: Schichten und Terrassen, Innen und Außen, Vegetation, Aussicht und Privatheit sowie Licht und Identität, erklären die Architekten. Sie sehen in ihrem Entwurf „die verschiedenen Schichten der turbulenten Geschichte der libanesischen Hauptstadt“ widergespiegelt.
Das Quartier rund um die „Beirut Terraces“ ist noch immer vom Krieg schwer gezeichnet: In unmittelbarer Nachbarschaft liegen Trümmerberge und Bombensplitter – Resultate israelischer Luftangriffe. Der Terrassenbau ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Rehabilitierung des Stadtviertels. Im Juni 2013 soll das Projekt fertiggestellt werden.
Dass der Turm im Zentrum gebaut wird ist gut. Es sind recht viele Wohnungen für die untere und mittlere Einkommensschicht seit dem Ende des Bürgerkriegs in Beirut entstanden. Und mit welchem Recht könnt ihr den Beirutis sagen dass sie keine Luxuswohnungen haben dürfen?
@Carsten Steinmann: Meine Befürchtung ist leider, dass dort eher Menschen aus den Golfstaaten investieren als Beirutis, obwohl das Potential durchaus da wäre... @Brathändl: Volle Zustimmung!
HInsichtlich des Sonnenschutzes bieten die weit auskragenden Deckenplatten bestimmt einen optimalen Sonnenschutz für den ansonsten großzügig verglasten Bau
aber gleich die grossen glasflächen in der animation weggeschummelt, dann fällts nicht auf wenn nach einigen kleinen explosionen die ruine aussieht wie die nachbarn.... sorry für die bosheit, aber vergleicht mal die perspektiven der projekte trotzem: schönes ding !