Über fünf Ecken
Wohnquartier von AllesWirdGut und Laser Architekten in Hannover
Im Stadtteil Bothfeld in der nordöstlichen Peripherie der Landeshauptstadt Hannover entsteht auf vier Baufeldern derzeit ein neues Wohnquartier mit dem Namen „Herzkamp“. Es umfasst rund 300 Stadthäuser mit Miet- und Eigentumswohnungen. Den Wettbewerb für die Planung im Baufeld J hatten 2016 AllesWirdGut (Wien) in Zusammenarbeit mit Laser Architekten (Hannover) gewonnen. Ihrem Entwurf entsprechend wurden im vergangenen Jahr in drei Häusern insgesamt 82 Mietwohneinheiten auf 8.710 Quadratmetern Bruttogrundfläche fertiggestellt. Bauherr ist das Unternehmen Gundlach aus Hannover, das auch maßgeblich an der Bauausführung beteiligt war und nun die Wohnungen im Bestand verwaltet. Die Landschaftsplanung kommt von nsp landschaftsarchitekten stadtplaner (Hannover).
Wenige Gehminuten vom Baufeld J entfernt haben AllesWirdGut für denselben Bauherrn und ebenfalls in Kooperation mit Laser Architekten 2019 bereits ein Wohnquartier fertiggestellt. Zum jüngeren Portfolio des Büros gehören zudem die beiden in Wien geplanten Projekte Rote Emma und 4x4 | der Holzpilot. Während beim Erstgenannten eigens eine Beauftragte für soziale Nachhaltigkeit vorgesehen ist, die für die „alltagstaugliche und gendersensible“ Umsetzung Sorge tragen soll, wird Letzteres als Baukastensystem mit Holzmodulen gefertigt.
Interessant am Baufeld J des Herzkamp-Quartiers sind vor allem die Setzung und Kubatur der drei Gebäude. Durch die polygonalen Baukörper entstehen unterschiedliche Ausblicke aus den Wohnungen und spannende stadträumliche Situationen, die wiederum Sichtachsen in die anliegenden Baufelder öffnen. Die Fassaden sind schlicht verputzt und unregelmäßig verteilt an allen Seiten Balkone angebracht. Die Hauseingänge sind zur Quartiersmitte ausgerichtet, ziehen sich tief in die Gebäude und reichen mit einer Glasfassade über drei Geschosse. Die großzügigen Treppenhäuser haben die Planenden mit gemusterten Bodenfliesen, Pflanzungen und Sitzpodien ausgestattet, damit sich die Bewohner*inner dort auch gerne aufhalten. (sbm)
Fotos: tschinkersten fotografie
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...der Baukörper und die größzügigen, hellen Treppenhäuser mit schöner Materialität hätten Potential für ein herrausragendes Projekt gehabt...die Fassaden und die Außenräume sind aber leider eine glatte Sechs.....das sieht nach vier Tage Woche und homeoffice aus...zu wenig Herzblut...sehr schade...
@auch ein architekt
An dem Fußball auf Bild 11 hätten Sie doch erkennen müssen, dass es sich bei den Flur-Aufweitungen nicht nur um reine Verkehrsflächen handelt
ich check es nicht...
das ist noch aus dem 1. semester oder?
klar ist es schön mit viel platz und licht, dagegen ist ja nichts einzuwenden. verschwendung von wohnraum ist es allemal