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23.05.2018

Missing Link in London

Wohnheim von Henley Halebrown für die University of Roehampton


Zwischen ehrwürdiger georgianischer Architektur und denkmalgeschützten Bauten der britischen Nachkriegsmoderne bilden die drei neuen Studentenwohnheime vom Architekturbüro Henley Halebrown (London) eine beachtenswerte architektonische Verbindung. Dies gelingt den Architekten vordergründig durch die Wahl des Fassadenmaterials. Wie schon bei einer Free School im Londoner Stadtteil Hackney und ihrem ungewöhnlichen Wettbewerbsbeitrag, der im gleichen Stadtteil Wohneinheiten mit einer Grundschule kombiniert, wählten die Architekten für die Neubauten auf dem Campus der Londoner University of Roehampton Backstein als Fassadenmaterial – in einer dunklen Färbung, passend zu den Bauten des Bestands.

Mit viel Sinn für eine präzise Detaillierung entwickelten die Architekten die Gestalt der neuen Studentenwohnheime im heterogenen Umfeld der Campusarchitektur. Alle drei Neubauten orientieren sich in ihrer Materialität am georgianischen Downshire House von 1770, das sich zwischen der neuen North Residence und der South Residence befindet. So nehmen die Architekten bei der South Residence die Erker der georgianischen Villa auf, bei der North Residence zitieren sie den Abstand der Fenster zueinander. Zwischen der West Residence und der North Residence sowie dem Downshire House vermittelt ein „eingesunkener Garten“.

Die West Residence befindet sich in direkter Nachbarschaft zu dem LCC Alton West Estate der Universität, einem denkmalgeschützten Bau der britischen Nachkriegsmoderne, dessen große Fensterflächen die des Wohnheims beeinflussten. Alle drei Neubauten fügen sich in die hügelige Topographie der Campuslandschaft ein und beschränken sich auf eine Höhe von vier Geschossen. Die knapp 210 Wohneinheiten bieten vielfältige Konzepte des Zusammenlebens: Einzel-Apartments, unterschiedlich große Wohngemeinschaften und zahlreiche gemeinschaftlich genutzte Räume sollen für ein lebhaftes Campusleben sorgen. Henley Halebrown erhielten für dieses Projekt kürzlich den RIBA London Award. (as)

Fotos: Nick Kane


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Die Noth Residence der University of Roehampton wurde in bestehende Mauern eingefügt.

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Die Architekten von Henley Halebrown entschieden sich für Backstein als Fassadenmaterial, damit die Neubauten zwischen dem Bestand über das Material vermitteln.

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Das achteckige Treppenhaus in der South Residence wurde aus Beton gefertig

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