Authentizität und Ornament
Wohnheim in Augsburg von Hild und K
Ein Plattenbau am Bahngleis? Das klingt erstmal nach einem wenig verlockenden Wohnungsangebot. In Augsburg zeigen Hild und K Architekten mit ihrem Projekt „Studentisches Wohnen am Silbermannpark“ wie es sich trotz direkter Nähe zur Bahntrasse hinter eine Fertigteilbetonfassade gut wohnen lässt.
Im Vorfeld der Planungen hatte festgestanden, dass das Studentenwohnen einen fünfgeschossisgen Lärmschutzriegel entlang der Bahntrasse einnehmen sollte, der mit einem viergeschosssigen Turm zur Ostseite einen städtebaulichen Akzent für den hier neu entstehenden Wohnbereich aus zehn Punkthäusern setzten soll. Der 2009 ausgelobte Wettbewerb hatte nach einer wirtschaftlich optimalen Grundrissplanung und Fassadengestaltung gefragt.
Trotz der Prämisse, bei dem Entwurf besonders auch wirtschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden, entschieden Hild und K sich gegen ein kostengüngstiges Wärmedämmverbundsystem. Stattdessen bietet eine massive Sichtbetonfassade aus tragenden Sandwichelementen den erforderlichen Schallschutz vor Zug- und Autolärm. Gleichzeitig sind die Grundrisse entsprechend ausgerichtet, so dass sich an der stark lärmbelasteten Nordseite des Gebäuderiegels keine Aufenthaltsräume, sondern die Erschließungsflächen für die Einzel- und Doppelapartments der rund 200 Bewohner befinden.
„Authentizität und Ornament“ sei das Thema der Planungen gewesen, erklären die Architekten. Die Konstruktion des Gebäudes ist das bestimmende Element seiner Außenwirkung. Die Fassade bleibt schmucklos und der Baustoff des Gebäudes bestimmt seine Ästhetik. Lediglich unterschiedliche Schalungsebenen der Fertigteile lassen auf der Gesamtfassade an schottische Tartanmuster erinnernde Karos entstehen, eine „textile Optik“, die durch die Oberflächenbehandlung mittels Sandstrahlverfahren entsteht. Das Entwurfsmotto setzt sich in der reduzierten Gestaltung der Innenräume fort, erklären die Architekten. (lr)
Es sieht original aus das schlimmsten was die 60ger, so hervorgebracht haben. Monoton, grau, abweisend, trist, ...
Nein, ich meine nicht grundsätzlich den Beton, es gibt auch ganz wunderbare Architektur aus Beton, aber das schlimmste was man aus Beton machen kann, ist diese triste Plattenbauweise, egal wie man das Raster anlegt!
Das hier ist Betonarchitektur vom wirklich schrecklichsten! Niemand will in so einem Haus gerne wohnen, ganz sicher auch nicht die Architekten, aber es ist ja auch nur ein Wohnheim für Studenten! Die haben keine Wahl!
...und lässt sich - allen verzweifelten Versuchen hier zum Trotz - nicht schönreden.
Immerhin ist es für uns Normalarchitekten fast beruhigend, dass auch hochdekorierte Stararchitekten wie Hild & K zu derartigen ästhetischen Tiefschlägen in der Lage sind. So wird die bunte Hochglanzwelt der Architekturmedien ein wenig geradegerückt. In diesem Fall nur leider besonders grau(enhaft).
schaut euch die grundrisse an,
die sind genauso langweilig, wie das ganze projekt,
man kann mit einigen einkerbungen keine architektur machen
nur der obere abschluss wirkt wie "salami", also oben ist die wurst einfach abgeschnitten. sprich, bitte statt der wurst etwas mehr fleisch an der attika, das würde ich mir noch wünschen beim nächsten mal. gern aber etwas dezenter als beim wbs 70 oder beim russichen p-4.
das sind dann halt die feinheiten beim plattenbau.
Bitte, warum ist das banal? Was ist denn der Unterschied? Da ich zu blöd bin, diesen zu erkennen, bitte ich um Aufklärung.