Kellerstöckl-Transformation
Wohnhaus in der Steiermark
Unter „Kellerstöckl“ versteht man in Österreich ein landwirtschaftlich, meist im Weinbau genutztes Gebäude. In Oberberg in der Steiermark hat das Grazer Büro mit dem schönen Namen „Hope of Glory“ (HoG Architektur) ein solches Kellerstöckl in ein Wohnhaus transformiert und ihm einen neuen Nachbarn zur Seite gestellt.
Tradition und zeitgenössische Architektur treffen hier aufeinander. Die Fläche des historischen Blockhauses wurde durch einen Neubau auf rund 200 Quadratmeter verdoppelt; gemeinsam ergeben die beiden zweigeschossigen, in Form und Materialität verwandten Häuser einen „Paarhof“. Zwischen dem Alt- und dem Neubau liegt als Verbindungsstück ein gläserner Kubus. Er beherbergt einen Wohnraum und dient zugleich als Haupteingang.
Trotz der formalen und optischen Parallelen setzt sich der Neubau gleichzeitig klar ab. Das Sockelgeschoss des alten Hauses wurde aufgelöst. Die Dachlängen an der Westseite des Neubaus sind kürzer; das Gebäude ist hier keilförmig geöffnet, und die Holzfassade wird von großen Glasflächen durchbrochen. So nehmen die beiden Gebäude Bezug aufeinander und bieten zugleich Ausblicke in die idyllische Umgebung.
Fotos: silveri photographie
Stark, bis auf: Die Geländer sind naja..
Noch dazu wo es gerade in dieser Region (weitab von den typischen Touristenpfaden der S-Stmk. od. SO-Stmk.) keinesfalls ums "Gesehen werden" geht, sondern bloß um die eigene Freude.
Nicht nur für jemand den die Kultur der Kellerstöckln fasziniert - atemberaubend schön gelöst.
Respekt