Kompakt in Feuerbach
Wohnhaus in Stuttgart von Bottega + Ehrhardt Architekten
Ein kleines Fließgewässer gibt dem nördlichen Stuttgarter Bezirk seinen eigentümlichen Namen Feuerbach. Östlich der ehemaligen Gemeinde fließen zudem die Bundesstraßen 10 und 27 ineinander und stellen ihr damit ein weitläufiges Gewerbegebiet zur Seite. Feuerbach ist geprägt von Wohnsiedlungen. An der Ausfallstraße einer solchen Siedlung planten Bottega + Ehrhardt Architekten (Stuttgart) ein Wohnhaus mit sieben Einheiten, das sich vom Straßenraum abwendet.
Die kompakte Kubatur lässt es wie ein großzügiges Einfamilienhaus wirken, hinter der Klinkerfassade verbergen sich jedoch sage und schreibe 630 Quadratmeter Wohnfläche. Alle Wohnungen orientieren sich nach Westen und verfügen über private Austritte und Wohnküchen. Eine Freitreppe erschließt den Gemeinschaftsgarten im hinteren Teil des beengten Grundstücks. Besonderen Wert legten die Architekt*innen auf einen gut belichteten Zugangsbereich der Wohnungen. Die sieben Zwei- und Dreizimmerwohnungen mit einer Fläche zwischen 60 und 120 Quadratmetern werden von einem privaten Bauherrn vermietet.
Das Fassadenmaterial sei eine Anlehnung an klassische Backsteinbauten in Feuerbach, so die Architekt*innen. Im Erdgeschoss ragen einzelne Klinker aus dem Verband heraus und verbinden sich mit Garten- und Hauseingang zu einem Sockel. Weiter oben sind zwei Fenster hinter einer perforierten Klinkerstruktur verborgen. Dieses Motiv schafft es bis auf die Balkone, auch hier bietet die Perforierung einen Sichtschutz vor neugierigen Nachbar*innen. (tg)
Fotos: David Franck
Im Stuttgarter Süden verhalf das Büro Bottega + Ehrhardt Architekten einem Wohnhaus aus den 1950er Jahren mit einem Totalumbau zu einem neuen Gesicht.
was meinen sie denn für d***buden? wir wohnen in genau den häusern, die wir architekten unseren mitmenschen in den letzten jahrzehnten geplant haben. ich unterstelle dabei mal, dass wir planer es immer so gut wie möglich machen.
wieviel prozent der menschen auf diesem niveau mieten? wenige! falls das hier mietwohnungen sind, können sie bei diesem haus von einer quadratmetermiete von 20-25 euro kalt ausgehen, und genau deshalb wohnt kaum jemand so.
und genau deshalb interessieren solche häuser hier nicht. ich würde lieber häuser sehen, die für wenig geld mit schlauen konzepten wohnraum erzeugen, der unsere städte und ihre bewohner bereichert und lösungen für die fragen unserer zeit anbietet. das ist hier nicht der fall. hier wird ein überteuertes, gestriges konzept gefahren, das investoren überfordert und mieter sowieso - vor allem, wenn bei daimler, bosch und porsche die gehälter jetzt dann nicht mehr wie gewohnt sprudeln.
Wir leben in einer Zeit des Wohnungsmangels und es ist m.E. nicht mehr angemessen sich an "hohen Latten" zu messen. Der Großteil der Bevölkerung lebt gezwungenermaßen in absoluten D****sbuden.
Man muss leider mittlerweile froh über alles sein, was über dem Durchschnitt liegt. Die Latten liegen in der Realität nämlich am Boden!
Richtig erfrischendes Neues oder Innovatives gibt es doch schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Das "Wohnen" entwickelt sich nicht weiter- muss es auch nicht. Bitte erstmal die Grundbedürfnisse bedienen. Dann dürfen die Latten auch gerne wieder hoch gesetzt werden.
Manche Papierarchitekten, von denen hier in der Kommentatspalte einige vertreten sind - sind immernoch am Träumen. AUFWACHEN!
Für mich daher ein gelungenes Projekt! Vor allem im Stuttgarter Sündenpfuhl.
P.S. ich wohne und arbeite hier aktiv!
in zeiten von kostendruck -vor allem im wohnbau- finde ich, bedient das projekt einen hohen standard und schafft zudem auf begrenztem stadtraum viel wohnfläche mit wohnungen die gut auf die situation reagieren - viel privatsphäre wahren.
grundrisse sind zudem sehr funktionabel - was nichts schlechtes bedeutet! man wird auch nicht stets innovatives im wohnbau zaubern können.
wie viel prozent der mietenden wohnen auf vorliegendem niveau?
man wird sicherlich über dachform und dachmaterialien streiten können ...
für mich trotzdem gelungen