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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Wohnhaus_in_Paris_von_Lambert_Lenack_7427628.html

15.10.2020

Abgestuft am Park

Wohnhaus in Paris von Lambert Lénack


Wer den Pariser Mietmarkt kennt, weiß, dass selbst für kleinste Grundrisse Höchstbeträge verlangt werden. Recherchen des ZDF zufolge liegen die Durchschnittsmietpreise in der Stadt bei 32 Euro pro Quadratmeter. Sozialwohnungsbau ist daher eine vordringliche städtebauliche und architektonische Aufgabe, um erschwingliches Wohnen sicherzustellen. Das in Paris ansässige Architekturbüro Lambert Lénack hat parallel zur Fertigstellung eines Wohnheims für erwachsene Menschen mit Behinderung Anfang 2020 auch gleich noch ein siebenstöckiges Wohngebäude im 15. Arrondissement im Südwesten der Stadt realisiert. Auftraggeber war die öffentliche Wohnungsagentur Régie immobilière de la ville de Paris.

Für das trapezförmige Grundstück entwarfen die Architekt*innen einen Baukörper mit acht Apartments, die durch breite Fensterbänder den gegenüberliegenden Park Georges Brassens und den fernen Eiffelturm stets im Blick haben. Im Erdgeschoss befindet sich eine Gewerbeeinheit, insgesamt beträgt die Nutzfläche des Baus 630 Quadratmeter. Die Kubatur lässt ihn fast wie ein Mini-Hochhaus wirken – sie ist durch mehrere Rücksprünge charakterisiert, die oft auch bei Wohntürmen zum Einsatz kommen, um ausreichend Licht und eine gute Luftzirkulation im Straßenraum zu gewährleisten. Beim Entwurf von Lambert Lénack dient die Abstufung nach oben hin vor allem dem guten Belüften und Belichten von Innenräumen, insbesondere des Treppenhauses, der Sanitärräume und Küchen der Wohnungen.

Die polygonalen Grundrisse weichen ab dem vierten Geschoss schrittweise zurück und schaffen Raum für große Terrassen. So entstehen drei Wohnungstypen für verschiedene Nutzergruppen: Bis zur dritten Etage gibt es jeweils eine Vierzimmer-Wohnung, in der vierten und fünften Etage jeweils eine mit einem und eine mit zwei Zimmern. Den Abschluss bildet eine 4-Zimmer-Maisonette mit großzügigen Terrassenflächen. Bei der äußeren Erscheinung des Gebäudes fokussierten die Architekt*innen auf Einheitlichkeit und Schlichtheit und verkleideten die Fassade mit Aluminumelementen, deren feine Prägung einen Moiré-Effekt erzeugt. Die Baukosten des Projekts liegen bei 1,5 Millionen Euro.

Text von Abhinav Thakar
Fotos: Simone Bossi, Cyrille Lallement



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