Schwarzes Schaf
Wohnhaus bei Karlsruhe fertig
In Ettlingenweier, einem Stadtteil in Ettlingen südlich von Karlsruhe, ist Anfang des Jahres ein Wohnhaus fertig gestellt und bezogen worden, das aus der üblichen Siedlungsarchitektur deutlich hervorsticht. Das ortsansässige Büro Langensteiner Bienhaus Architekten hat das „Haus M / H“ für die vierköpfige Familie Mann / Heyd entworfen und geplant.
Wie ein schwarzes Schaf steht das Haus mitten in der Herde der anderen, weißen oder bunten Einfamilienhäuser entlang der Bergwaldstraße. Der Neubau setzt sich aus zwei Baukörpern zusammen. Das Vorderhaus mit seinem giebelständigen, symmetrischen Steildach passt sich dabei zur Straßenseite formal seinen Nachbarn an. Der hintere Gebäudeteil bricht jedoch mit der traditionellen Hausbauweise.
Bewegt man sich auf das Gebäude zu, bemerkt man, wie sich die westliche Wand herausdreht und damit eine Transformation des Hauses beginnt. Diese Geometrie bewirkt, dass sich das Dach weiter nach unten zieht und so zur fünften Fassade wird. Mit der schlichten Silhouette und dem kubenhaften Charakter des Neubaus betonen die Architekten den Verzicht auf übliche Details wie Dachüberstand und Fensterbänke. Durch eine gleichmäßige Oberflächenstruktur von Wand und Dach mittels PU-Spritzabdichtung wird außerdem die Homogenität und Scharfkantigkeit des Gebäudes hervor gehoben.
Im Haus befinden sich straßenseitig die Privaträume – im Erdgeschoss die der beiden Kinder und im Obergeschoss die der Eltern. Im flacheren, rückwärtigen Gebäudeteil, der sich auffaltend in den Garten schiebt, findet das Familienleben mit Küche-, Ess- und Wohnzimmer statt. An der Schnittstelle befinden sich Eingangsbereich und die anschließenden, schmalen Treppenräume. Die Außenanlagen sind kürzlich fertig gestellt.
Die Nachbarn, erzählen die Architekten, seien mit dem schwarzen Neubau noch nicht so ganz warm geworden. Das schwarze Schaf wird sich wohl erst noch etwas akklimatisieren müssen. Wir sind allerdings zuversichtlich, dass sich die Unruhe in der Herde ob ihres neuen Mitglieds mit seiner etwas ungewöhnlichen Farbe bald wieder legen wird.
Eine schwarze Wand von 30 m, ist nur furchtbar.
Über die Architektur kann man diskutieren.
Wenn nach 10 Jahren verfaulte Holzbalken ausgetauscht werden müssen, weis ich nicht ob die Konstruktion und die verwendeten Materialien so toll waren.
Kubatur und Gestaltung fügen sich ein und zeigen der Nachbarschaft wie anregend Architektur im besten Sinne sein kann.
Allein die Fassadenmaterialien - wohl aus gestalterischen Gründen alles mit einer PU- Soße überzogen - da reiben sich alle Bausachverständige die Hände...
wenn der herr olgiati halber krumm und schief und rot noch dazu baut und das in einem kontext auf den man eigentlich noch mehr rücksicht nehmen müsste als diese schnöde deutsche nachbarschaft, jubelt ihr doch alle, oder?
ich finde es gut!