Gesteckte Scheiben
Wohnhäuser von Elastico Farm bei Turin
Die beschauliche Gemeinde Torrazza Piemonte liegt nordöstlich von Turin, der Hauptstadt der Region Piemonte. 2020 realisierte dort das Büro Elastico Farm zwei komplementäre Einfamilienhäuser in einem Wohnviertel. Die Projektleitung übernahm einer der Mitbegründer des Design- und Architekturbüros, das neben Chieri und Budoia in Italien auch einen Standort in Toronto besitzt – wobei Stefano Pujatti sowohl das Büro in Kanada als auch das in Chieri führt, einem Ort, der sich nicht weit von dem neu bebauten Grundstück entfernt befindet.
Die für zwei Schwestern erbauten Häuser heben sich deutlich von ihrer von Satteldächern geprägten Umgebung ab. Sie besitzen jeweils zwei Geschosse und eine Grundfläche von 200 Quadratmetern. Ausgangspunkt des Entwurfskonzeptes, das bereits 2015 seinen Anfang nahm, sei die Untersuchung von sardischem Granit als konstruktivem Bauelement gewesen. Die Materialauswahl wurde im Laufe der Planungen durch (gefärbten) Beton und Holzverkleidungen ergänzt.
Letztlich sind zwei freistehende Nachbargebäude entstanden, für die auf drei Ebenen je 20 Elementplatten aufeinander gesteckt wurden. Für beide Gebäude wurden dafür 6 mal 2,4 Meter große, vorgefertigte Scheiben aus Beton und Granit genutzt. Eines der Häuser besteht aus orthogonal ausgerichteten Elementen, das Nachbarhaus im intendierten Kontrast dazu aus radial gesteckten Scheiben.
Neben den konstruktiven Unterschieden, die sich insbesondere aus den Grundrissen ergaben, sollten auch unterschiedliche Raumbeziehungen in den beiden Gebäuden untersucht werden. Bereits in früheren Projekten habe man sich mit der „experimentellen Anwendung vorgefertigter Bauteile“ auseinandergesetzt, schreibt das Büro dazu.
So sind im orthogonalen Gebäude die Wohnfunktionen um ein Treppenhaus angeordnet, während sich im radial angeordneten Bau die Zimmer um einen Innenhof gruppieren. Außen wie innen sind die durchgesteckten Elementplatten erfahrbar und unterbrechen zuweilen den Weg in den blau und türkis gestrichenen Zimmern. (sla)
Fotos: atelier XYZ
Normalerweise lässt sich ja mit guter Architekturfotografie viel beschönigen. Das ist nicht einmal hier möglich.
Die verwinkelten, kleinteiligen Flächen und Geometrien verschatten sich gegenseitig und nehmen sich das Leben. Der Innenhof ist einfach nur trist.
Selbst im Innenbereich kann man erkennen das nur wenig Leben und Licht nach innen dringt.
Das Schlimmste was ich seit langem gesehen habe.
Die sind wenigstens nur aus Pappe und schnell im Müll!
Hat man da Reste aus alten MEMPHIS-Gebäuden oder Ersatzteile verwendet?
Das ist nicht mal mehr lustig oder experimentell oder "mal was anderes", einfach grauenhaft