Auf dem Sonnendeck
Wohngebäude in der Hamburger Hafen-City fertig
Ja, solche Meldungen werden wir in den kommenden Jahren natürlich noch öfter hören, wenn Hamburgs Hafen-City Stück für Stück fertig gestellt werden wird. Dennoch freuen wir uns zu sehen, dass auch die jungen Büros hier ihre Realisierungschancen bekommen, und noch mehr freut uns das augenscheinlich gelungene Ergebnis dieses Entwurfs von spine architects aus Hamburg selbst.
„La Taille Vent“ nennen sie ihr Gebäude am Kaiserkai – frei übersetzt: „vom Wind geformt“. Sie spielen damit natürlich auf die mehrfach geknickte und sich scheinbar nach Süden streckende Gebäudeform an, die eine für ein Wohngebäude sicher seltene Dynamik entwickelt. Damit reagieren die Architekten in eigenen Worten auf die „Besonderheiten des Standorts“: Wind, Wasser und Aussicht.
Die mittels lange durchlaufender Fensterbänder äußerst offenen Wohnungen öffnen sich in der konischen Form der Brüstungen nach Süden, zum Wasser hin: „Sonnendeck-Feeling auf allen Ebenen“. In dem achtgeschossigen Gebäude sind 20 Wohnungen entstanden, die vom Einzimmerapartment mit 50 Quadratmetern bis zu Maisonette-Wohnungen in den beiden obersten Geschossen mit bis zu 200 Quadratmetern Wohnfläche. Das Gebäude ist in zwei Jahren Bauzeit realisiert worden.
Bonsaischalen und Sofas als Gradmesser für Architekturqualität- darüber sollten einige Leute nochmal gut nachdenken.Ich hoffe jedenfalls nicht,
dass es angehende Architekten sind, die sich in derartigen Banalitäten ergehen.
Vielleicht bekommen wir ja auch bald schräge Böden und Decken im kommerziellen Wohnungsbau à la Graft und UN Studio ?!
Die Bahn wird langsam freigegeben für derartige Experimente - insofern herzlichen Glückwunsch an Spine als Eisbrecher!Weiter so!
Ein Architekt sollte entwerfen und eine Stadt dadurch zumindest nicht entstellen bzw. krank machen. (Passiert seit Jahrzehnten.)
Weiss gar nicht ob ich zu Ende studieren möchte, wenn ich die Welt dann nur noch aus verwirrten theoretischen Gesichtspunktne betrachte.
Aber interessant man darf sich nur ab einem gewissen Bildungsgrad über Architektur auslassen. D. h. der Rest hat den Mund zu halten und über das was ein Architekt einem Vorsetzt keinen Ton zu verlieren, am besten noch zu applaudieren. Neenee... die Zeiten sind vorbei...
Wenn das zeitgenössische Architektur ist, dann bin ich lieber altmodisch. Jedes Haus sieht gleich (gleich langweilig) aus. - und dann der Höhepunkt die phantastische Speicherstadt, für die ist dieses Hafencity-Gebaue ja nur eine Beleidigung. Ihr modernen Architekten nur weiter so...
und wir freuen und für das Büro Spine-Architects.
Herzlichen Glückwunsch.
Weiter so und immer einen
windschnittigen Auftrag in der Schublade!
aus CA