Wo einst Zimtäpfel lagerten
Wohnbau von MDDM Studio nahe Peking
Pfirsich, Zimtapfel, Mangostane – Mitte des letzten Jahrhunderts baute man in einem Bergdorf nördlich von Peking, nahe der chinesischen Mauer, einen unterirdischen Lagerraum für Obst und Gemüse. Ein rechteckiger Bau, 21 mal 11 Meter groß und vier Meter hoch, aus Naturstein. Jetzt wurde dieser zu einem Wohnhaus um- und ausgebaut. Realisiert haben das Haus an der Großen Mauer MDDM Studio aus Peking.
Dem Auftraggeber, einem privaten Bauherren, gehört an der Südseite des Grundstücks bereits ein Wohnhaus. Es steht oberhalb des ehemaligen Speichers, mit Blick auf dessen begrüntes Dach. Diesen Blick nicht zu verbauen war neben dem Erhalt der alten Steinmauern und der Schaffung eines hellen Innenraumes trotz Lage in einer Senke eine der Bedingungen des Umbaus.
Entstanden ist ein Materialmix aus Naturstein, poliertem Beton, weiß verputzten Innenwänden und einem holzverkleideten Kasten an der Nordseite, der Garage. Hier wurde auch die Steinmauer unterbrochen, durch eine große Glasfassade ersetzt und der Boden entfernt, um eine großzügige Terrasse davor zu schaffen. Das Bestandsdach wurde durch zwei Betonplatten ersetzt, die von der Steinmauer gelöst und auf zwei verschiedene Höhen gesetzt wurden.
Das untere Dach deckt Wohnzimmer und Garage ab und ist als Dachterrasse konzipiert. Es ist kürzer als die vorhandene Steinmauerlänge und schafft zwei Gärten im Osten und im Westen des Hauses. Das höhere Dach im Süden ist nach Westen verschoben, um einen Durchgang zur unteren Dachterrasse zu ermöglichen. Unter dem höheren Dach im südlichen Teil des neuen Hauses befinden sich die vier Schlafzimmer, jedes mit eigenem Bad. Die Schlafzimmer sind über drei Stufen mit dem Wohnbereich verbunden.
Eine Besonderheit gibt es noch: Weil die Grundstücke von Speicher und bestehendem Wohnhaus durch eine schmale Straße getrennt sind, verbindet ein Tunnel unter der Straße beide Gebäude. So blickt man nun vom alten Wohnhaus auf zwei Gründächer, während sich im Hintergrund die chinesische Mauer über die Berghänge schlängelt. (kat)
Fotos: Jonathan Leijonhufvud
Wenn man ein dickes Steak anbrät, dann kann man die Fenster öffnen. Und wenn man dies nicht tut, dann riecht es nach Steak. Wer kochen kann, wird dies nicht als Problem ansehen. Beim Duschen wird übrigens die Luft feucht und beim Wischen der Boden nass.
Eine Holzplatte als Sitzbank ist wärmer als Stein und wer mag, kann sich ja ein Kissen nehmen. Leder oder fester Stoff wären funktional deplatziert, oder was haben Sie zuhause?
Sicherlich gibt es Leute, die ihr eigenes Auto bewundern, es mag sogar Autos geben, die schöne Ausblicke zu schätzen wissen, entscheidend war hier sicherlich, die notwendige Höhe einer Garage mit Berücksichtigung des Hanges. Oben hätte sie "rausgeschaut".
Der Besitzer wohnt ja schliesslich direkt dahinter.
... das niemand mit den anderen ein badezimmer teilen will ... naja sind ja 2 personen pro bad ... wären sie in familie aufgewachsen wüssten sie ... das 4 pro bad in der morgentlichen "rushhour" schon zu ...aggressionen führen können ... wozu man 4 zimmer mit 8 betten benötigt ... tja bei 4 kindern + 1 gästezimmer für großeltern, etc ... ist schon das limit erreicht ...
wenn man schon die durchaus rundrum gelungene architektur nicht beurteilen kann ... kann man das ... mit verlaub "geistarme rumgenörgel" hier ruhig lassen ...
Gleichwohl ist die räumliche Differenzierung innen und außen in weiten Teilen sehr gelungen ... und die Garage lässt sich bei offenem Tor doch sehr vielfältig gemeinsam mit den offenbar sehr Bad-affinen Bewohnern nutzen.