Schräg in Wien
Wirtschaftsuni von Zaha Hadid
Ziemlich schräg: Die Fassaden des neuen Lernzentrums in Wien von Zaha Hadid Architects neigen sich bis zu 35 Grad. Pünktlich zum Wintersemester 2013/2014 öffnet das Learning and Library Center, der in Wien lehrenden Architektin seine Türen für die Studierenden der neuen Wirtschaftsuniversität. 2008 hatte die Britin eine Wettbewerbsjury unter Vorsitz des Wiener Architekten Wolf D. Prix von ihrem Entwurf überzeugt.
Der markante Bau aus zwei ineinander verschränkten Baukörpern bildet den Mittelpunkt des neuen Campus in Wien-Leopoldstadt in unmittelbarer Nähe zum Prater. Rund 24.000 Studenten und 1.800 Mitarbeiter werden sich von nun an durch die klassische Bibliothek mit modernsten Lehreinrichtungen bewegen.
Laut Hadids Partner Patrick Schumacher nimmt der als urbaner Block entwickelte Bau mit seinen Schrägen und den fließenden Kurven Bezug auf die umliegenden Gebäude. Die zwei in sich verschränken Baukörper resultieren aus der Idee, sich an vorgesehenen Plätzen und Verkehrsströmen gemäß des Masterplans zu orientieren. Die zwischen ihnen entstehende Fuge bildet eine Art Schlucht, die sich durch das gesamte Gebäude zieht und als Atrium genutzt wird.
Die Dynamik dieser Bewegung finde ihren Abschluss in der über 28 Meter hohen Süd-Bibliothek, die sich zum zentralen Platz hin orientiert. Sie ragt aus der mit einer Neigung von 35 Grad überhängenden Eingangsfassade noch einmal um mehr als 16 Meter aus.
Fotos: Rasmus Norlander /Rieder
Sicher ist Hadids Bau sehenswert, er wirkt innen wie ein großes Kreuzfahrtschiff. Aber ist es deswegen gute Architektur? Leider wird einem außerdem ob der vielen gekippten Linien und Wände schlecht... Der Bau der Spanier daneben wirkt innen, als habe jeder im Büro einen Teil davon entwerfen dürfen - jetzt gibt es alle erdenklichen Formen, Materialien und Farben zu entdecken. Das Gebäude von CRABstudio wirkt vollkommen banal -WDVS getarnt hinter Holzbrettern. Und auch der Rest weiß nicht zu überzeugen, von einzelnen (Teil-) Fassaden und einzelnen Innenräumen mal abgesehen. Ach ja - der kleine Schwarze im Café am Westeingang (No.mad Arqiutectos) ist wirklich gut!
früher warst du etwas "zackiger"....jetzt mischt sich das mit jürgen meyer aus berlin, ....leider recht schlapp und: auf bild 8 sieht man das wahre leben...leider muss die fassade ja geputzt werden, und das geht nur orthogonal, es sei denn man nimmt teure fassadenkletterer.... und: DYNAMISCH in zusammenhang mit einem gebäude ist schlicht nicht möglich, es ist eine IMMOBILIE
Bild 4 passt in jedes Architektur-Lehrbuch in die Rubrik "schlechte Architektur mit hohen Anspruch" , wobei wir hier nicht über nachlässige Details reden , sondern über fehlgeschlagenen Entwurf. Schade - leider drittklassig.