Ein Kubus für die HFBK
Winking Froh Architekten in Hamburg
Seit mehr als 40 Jahren plant die Hochschule für bildende Künste Hamburg, ihre Flächen zu erweitern und lobte dafür bereits 1980 einen Wettbewerb aus – aus dem nichts folgte. Die Geschichte wiederholte sich 2001.Weitere 20 Jahre später ist die Adresse am Lerchenfeld um den Siegerentwurf aus 2017 von Winking • Froh Architekten erweitert.
Der neue Backsteinkubus der HFBK, im Norden des von Fritz Schumacher entworfenen Hauptgebäudes, bietet nun die notwendigen zusätzlichen Atelierflächen auf 3.800 Quadratmetern (BGF) für die Studierenden. Im Erdgeschoss befindet sich – anders als in den oberen drei Geschossen – ein Schaufenster entlang der Straße, das auch von außen Einblick in die Arbeitsstätten gewährt. Bereits zur Fertigstellung wurde während der Jahresausstellung der HFBK Anfang Februar von den neuen Räumlichkeiten Gebrauch gemacht.
Im Inneren des Neubaus entschied sich das Architekturbüro möglichst nah an den Charakter eines Rohbaus zu gelangen, was durch sichtbare Stahlbetonrippendecken zur Geltung kommt. Die Atelierräume gruppieren sich um eine zentrale viergeschossige Halle mit Oberlicht, diese soll die Kommunikation zwischen den Studierenden fördern. Von außen wurde der einfache Kubus durch einen sich wiederholenden, gegenläufigen Versatz von Fenstern und Fassade strukturiert.
Über die lange Zeitspanne der Planungen entwickelte sich auch die Geschichte des Büros und des Geschäftsführers Bernhard Winking weiter. 1980 nahm sein Büro zum ersten Mal an dem HFBK Wettbewerb teil, wurde damals prämiert. 2001 war der Architekt selbst Teil der Wettbewerbsjury für den erneut ausgelobten Neubau. Auch konnten Winking • Froh Architekten in der Vergangenheit mehrere Bestandserweiterungen von Fritz Schumacher Bauten in Hamburg entwerfen, dazu gehören etwa die Erweiterung der Davidwache auf St. Pauli oder die Erweiterung des Johanneum in Winterhude. (sla)
Fotos: Stefan Müller
... ließe sich noch um die Anekdote der Wertigkeit in der Hamburg Architektur erweitern, sieht nämlich nicht nach billiger Verblechung sondern elendig langen Betonfertigteilen aus.
Aber insgesamt auf allen fast allen Ebenen, die Materialität finden ich trotz allem passend, irgendwie unentschlossen, nicht konsistent, ungeschickt im Umgang mit den entwurflichen Motiven. Also vielleicht einfach keine passende Typologie für Hamburger Architekten? Sieht ein bisschen nach einer Kreuzung von Wohnungsbau und Museum, versetzt mit einem Hauch 2010er Jahre, aus. Städtebaulich mag der Kubus auch so überhaupt nicht an den ort zu passen, macht so ein auf, bin einen Solitär unter 20 so auf'm Campus.
Jetzt reichts auch schon wieder mit dem rumgehate so kurz vor dem Wochenende, ist bestimmt auch nicht vom Himmel gefallen. Nur scheinen sich im Hamburger Einheitserfüllungswahn von GBF und Wohnungsmix die hellen Gedanken für die besonderen Aufgaben nicht mehr so finden zu lassen. Also vielleicht doch ein bisschen französiche Polycarbonatplatte...?
...weckt die Erwartung auf ein spektakuläres Haus.......ich fürchte nur die Erwartung wird in der Realität nicht vollständig eingelöst......schöne Materialität......öffnet sich durch die leichte Verdrehung aus der Achse angenehm in den Stadtraum .........wird noch in hundert Jahren seine Berechtigung haben......in dem räumlichen Konzept sind Nutzungen aller Art vorstellbar ....ist mir persönlich sympathischer als ein Großteil der zeitgeistigen Gebäude, welche sich vorrangig mit Ihrem eigenen Rückbau beschäftigen.
diese schrägen Laibungen mögen modisch sein. In Deutschland werden sie aber immer so schlimm ausgeführt; mit dieser grässlichen, langgezogenen Verblechung... Doch bei diesem Material hätte man doch eine Rollschicht ausbilden können.
Die Räume wirken, mit im Vergleich zur Fläche kleinen Fenstern eher dunkel.
Zum Verfahren:
Ich finde es nicht schlimm, dass Interne bauen. Vielleicht hätte man sich ja auch die Kosten für den Wettbewerb sparen können.
Als ich an der Bauhaus in Weimar studierte, wurde gerade der Campus nach Süden hin erweitert. Ich habe mich damals immer gefragt, warum bauen nicht unsere Leute, sondern irgendjemand, der weder die Stadt noch die Universität kennt?