Langer Stall
Wettbewerbsentscheid in Potsdam
Der „Lange Stall“ in Potsdam war eine 1734 erbaute und im Zweiten Weltkrieg zerstörte Reit- und Exerzierhalle, die sich als länglicher Bau zwischen ehemaligem Stadtkanal und gleichfalls nicht mehr vorhandener Garnisonskirche befand und die Platzfassade der Plantage, eines ehemaligen Exerzierplatzes, bildete.
Nun hat das Preisgericht des „Städtebaulich-freiraumplanerischen Ideenwettbewerbs ehemaliger Langer Stall und Alte Feuerwache“ getagt und aus insgesamt 19 Einreichungen folgende Siegerentwürfe zur Neugestaltung ausgewählt:
- 1. Preis (2.500 Euro): Stephan Höhne Architekten, Berlin
- 2. Preis (1.500 Euro): Eckert Negwer Suselbeek Architekten, Berlin
- 3. Preis (1.000 Euro): Löffler Engel Kühn Architekten, Potsdam
- 3. Preis (1.000 Euro): Heidenreich & Springer Architekten, Berlin, mit Bernard und Sattler Landschaftsarchitekten, Berlin
Das Gebäude des Langen Stalls, 1734 als Reit- und Exerzierhalle errichtet, prägte bis zu seiner Zerstörung im April 1945 als schlichter eingeschossiger Fachwerkbau durch seine große Dimension (170 Meter lang und 12 Meter hohes Satteldach) das Stadtbild. Erhalten geblieben ist allein das 1781 durch den Architekten Georg Christian Unger ergänzte Schauportal des Langen Stalls, das denkmalgerecht in die künftige Entwicklung des Umfelds einbezogen werden soll.
Der Siegerentwurf von Stephan Höhne sieht die Schließung der Blockränder in den historischen Baufluchten und eine durch zwei rechtwinklig angeordnete Riegel neu definierte Hofsituation vor. Der „neue“ Lange Stall ist eine durchgehend einheitliche, durch beidseitig vorgelagerte 2,5 Meter tiefe Loggien gleichmäßig gegliederte, dreigeschossige Wohnbebauung, die aus einem Grundrissmix aus Geschosswohnungsbau oder Townhouses besteht. In der Erdgeschosszone sind kleinteilige Gewerbeeinheiten angeordnet.
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EINE VERTANE CHANCE EINMAL ETWAS NEUES - ALTES ZU WAGEN.
Wenn man sich die letzten 20 WBs anschaut dann liest man immer 2 Sachen:-
-geladener Wettbewerb mit 15 Teilnehmern
-gesetzt 8 Büros mit den immer gleichen Namen
Wenn man nicht in deisem Büros arbeitet wird man keien Chance haben an Wettbwerben teilzunehmen.
Den Hinweis auf offene Wettbewerbe mit 500 Teilnehmern brauch hier keiner abzugeben, besser kann man kann kein Geld vernichten.
Dieser WB scheint ja eine Ausnahme zu sein.
Das historische Erbe zu würdigen und gleichzeitig maximale Verwertbarkeit im Sinne von Wohnungsbauinvestoren zu schaffen - dass dieses Konzept nicht aufgeht, scheint der Wettbewerb bewiesen zu haben.
Einfallslos und monoton wäre weniger schön, wenngleich treffender.
Ein reizloses Umfeld macht aggressiv. Demolierung und Verwahrlosung sind vorprogrammiert.