Erweiterung der Angewandten
Wettbewerb in Wien entschieden
Die Universität für angewandte Kunst in Wien, kurz die „Angewandte“, möchte ihren prominent gelegenen Hauptstandort direkt am Stubenring ausbauen, um ihn „an einen modernen internationalen Kunstuniversitätsbetrieb heranzuführen“.
Das soll durch einen Anbau geschehen, der sowohl an den historischen Bauteil, dem im Stil der Neorenaissance errichteten „Ferstel-Trakt“ von 1875, als auch an den „Schwanzer-Trakt“, einen zwischen 1962–1965 von Karl Schwanzer geplanten Erweiterungsbau, grenzen wird.
Die Preisträger:
- 1. Preis: Wolfgang Tschapeller, sglw Architekten, Wien
- 2. Preis: Coop Himmelb(l)au, Wien
- 3. Preis: Susanne Zottl, Eric Owen Moss, Wien
- Anerkennung: Morphosis Architects, New York
Aus dem Juryprotokoll zum ersten Platz: „In seinen Grundzügen stellt der neue Zubau eine ergänzende Gebäudescheibe dar, die durch eine aufwendig inszenierte, interne Erschließung sowie Erker in Kugel- und Kegelform expressiv ausgestattet ist. Der Haupteingang wird an den Stubenring verlegt. Von diesem Eingang wird man in das Untergeschoss geleitet, das die interne Verteilerebene darstellt. Hier werden weitläufige Bewegungs- und Kommunikationsflächen, Hörsäle, die Mensa, Werkstätten und zum Teil Studioflächen angeboten.
Mit der vorgeschlagenen Intervention gelingt die räumliche und visuelle Verbindung des Universitätsgeländes mit dem umgebenden Stadtraum. Die neue Fassade und der offene Hof werden als lebendige und dynamische Flächen für Universität und Stadt fungieren.“
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die metamorphose der ente mit dem dekorierten schuppen bei allen 3 entwürfen ist nicht zu übersehen und für kurze zeit vielleicht sogar interessant aber ernsthafte architektur sollte mehr als nur ein kurzer witz sein.
man kann sie nicht schön finden, weil sie sich der erkennbarkeit verweigern,
aus dem gleichen grund kann man sie aber auch nicht hässlich finden,
sie sind eben zufällig,
man fand sie mal ungewöhnlich,
vor wohl 40 jahren,
jetzt wirken sie nicht mal mehr dekadent,
sie sind weit dahinter,
mehr produkt der werbung als der architektur
mal sehen wie es hinterher aussieht
....da finde ich den Brief der Arch-Kammer im Vorfeld der Ausschreibung sehr angemessen... implizierter Starwalk ist eigentlich obsolet