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20.11.2018

Verjüngung für die Zentralbibliothek

Wettbewerb in Mönchengladbach entschieden


Das 1964 erbaute Haus der Zentralbibliothek von Mönchengladbach ist in die Jahre und an seine kapazitären Grenzen gekommen. Mit der anstehenden Sanierung und Erweiterung will die Stadt zugleich den Sprung ins 21. Jahrhundert schaffen, das heißt, die Bibliothek soll digital und flexibel werden und mit einem neuen Erscheinungsbild künftig alle Gruppen der Stadtgesellschaft ansprechen. Unter dem Titel „Zentralbibliothek der Zukunft zb+“ hatte sie deshalb einen Wettbewerb ausgelobt, den das Büro C4C competence for competitions aus Berlin betreut hat. Ende September wurde er entschieden.

In der Preisgerichtssitzung der zweiten Phase lagen der Jury, der unter anderem die Architekten Bernhard Bramlage aus Düsseldorf, Pablo Molestina aus Köln, und Mara Pinardi aus Berlin angehörten, noch acht Einreichungen vor. Besonderes Augenmerk legten die Preisrichter auf den Umgang mit dem seit 2013 denkmalgeschützten Bestand, die Anbindung des südlich gelegenen Adenauerplatzes sowie die Neuanordnung des Raumprogramms und vergab folgende Preise:


„Wir brauchen jemanden [...] der aus der „Bibliothek“ ein Verb macht. Also: ich bibliotheke, du bibliothekst, wir bibliotheken!“ Beginnend mit diesem Zitat des niederländischen Bibliothekforschers Rob Bruijnzeels erläutern die Sieger ihren Wettbewerbsbeitrag. Er kreist um architektonische Reize und Transparenz und will, so die Architekten, die Raumerfahrung zum sinnlichen Erlebnis machen, ohne zu zwingen. Die Verfasser schlagen vor, die Fassaden in den Zustand der Erbauungszeit zurückzuversetzen, zudem soll die an die Textilstadt Mönchengladbach erinnernde Textur des Turms wieder freigelegt werden.

Zur Bibliothek des 21. Jahrhunderts gehört für die Preisträger auch ein angepasstes Vokabular. Im Erdgeschoss schafft der neu überdachte Innenhof an zentraler Stelle eine „Active-Plaza“. Von hier aus geht es zur Kinderbibliothek oder zum Untergeschoss in den „Maker-Space“, der zum Adenauerplatz hin als eine Art Schaufenster dienen soll. Das Untergeschoss erhält einen Lichthof und somit Tageslichtqualität, die Terrasse auf der Rückseite des Gebäudes wird Ort für „Lese-Dates“ und „Urban Gardening“. Im Obergeschoss soll es ein Café und eine Galerie geben, eine Leselounge soll ein zielgerichtetes Flair verbreiten. Von der Arbeit verspricht sich die Jury „angesichts der gewünschten zeitnahen Umsetzung, eine schnelle und gute Realisierung“, auch schaffe sie „bei geringsten Konflikten mit dem Denkmalschutz einen großen Gewinn an Publikumsfläche.“

Das Bauvorhaben will die Stadt unter anderem mit Mitteln der Städtebauförderung im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ des Bundes sowie durch Europäische Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Aufrufs „Starke Quartiere – starke Menschen“ finanzieren. Nachdem in Mönchengladbach 2016 ein neues Gebäude für die Hochschule Niederrhein entstand und 2017 mit dem Bau der Textilakademie begonnen wurde, gibt es nun einen weiteren Anlass, nach Mönchengladbach zu schauen.


Text: Tom Brennecke


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