Stadtloggia gewinnt
Wettbewerb in Heidelberger Bahnstadt
Die Stadt Heidelberg baut schon seit mehreren Jahren an der „Bahnstadt“. Sie ist das größte Umstrukturierungs- und Wohnungsbauprojekt der Stadt, in dessen Rahmen schon mehrere städtebauliche und architektonische Wettbewerbe ausgelobt und bereits realisiert wurden. Auf den ehemaligen Güterbahnhofsflächen südwestlich des Hauptbahnhofs soll ein Wohn- und Arbeitsort entstehen. Mit mehr als 110 Hektar wird er zukünftig größer sein als die Heidelberger Altstadt.
Das Areal südlich des Hauptbahnhofs entwickelt sich aufgrund seiner Lage als ein Verbindungsglied der Bahnstadt mit den weiteren Stadtteilen und stellt somit einen zentralen Baustein des Gesamtprojekts. Für die Gestaltung des Areals rund um dem Bahnhofsvorplatz Süd hat die Bremer Gustav Zech Stiftung in Abstimmung mit der Stadt Heidelberg einen Einladungswettbewerb mit 11 gesetzten Teilnehmern ausgelobt – darunter Bruno Fioretti Marquez Architekten, Eike Becker Architekten und GMP Generalplanungsgesellschaft. Am 2. Mai 2017 vergab die Jury unter Vorsitz von Franz Pesch folgende Preise:
- 1. Preis: Winking Froh Architekten, Berlin
- 2. Preis: HPP Architekten, Düsseldorf
- 3. Preis: KSP Jürgen Engel Architekten, Frankfurt am Main
- Anerkennung: ap88 Architekten Partnerschaft, Heidelberg
Den Vorschlag von HPP Architekten bewertete die Jury besonders im Hinblick auf die Verteilung und Proportionierung der einzelnen Baukörper und des Platzes positiv. Kritik übte sie am hohen Anteil öffentlicher Räume und fragte, „ob der Standort Bahnstadt die ausreichende Vitalität aufweist, um die Vielzahl öffentlicher Räume mit Leben füllen zu können“. Auch der Entwurf von KSP Jürgen Engel Architekten konnte das Preisgericht mit seinem „guten städtebaulichen Maßstab und einer zeitlos repräsentativen architektonischen Sprache“ überzeugen. Kritisiert wurde vor allem die Verbindung des Hotels mit der umlaufenden Wohnzeile, die Artikulierung der oberen Geschosse des Hotels sowie die Gestaltung der Wohnfassaden und des Hoteleingangsbereiches.
Als interessanten Beitrag bewertete die Jury den Entwurf des Heidelberger Büros ap88 Architekten Partnerschaft. Besonders die Gestaltung des eigenständigen Bahnhofsgebäude wurde im Preisgericht kontrovers diskutiert und zugleich als maßstäblich und raumbildend beurteilt. Bemängelt wurde jedoch vor allem „die lochartige Wirkung und die Einschränkung der Multifunktionalität des öffentlichen Platzes“, die Verteilung des Hotels auf zwei Baukörper und die Ausrichtung der Wohnungen.
Der Wettbewerb fand als Hochbaurealisierungswettbewerb statt. Der Baubeginn ist für Ende 2018 geplant, die Fertigstellung für 2020. (mg)
Wenn es darum ging diese Durchschnittlichkeit räumlich zu manifestieren muss man das gezeigte wohl als Erfolg betrachten. Die Namen der geladenen Teilnehmer sind da nur Konsequent. Wie da wohl Bruno Fioretti Marquez Architekten reingerutscht sind bleibt unklar. Ach ja es ist übrigens Platz 51 von 79
ein urbaner platz wie auf dem rendering wäre ein wünschenswertes ziel, aber auch da weiß ich nicht, ob hierzu dauerhaft die erforderliche "kritische masse" an besuchern zusammenkommt, um der szene das erhoffte leben einzuhauchen. am ende ist und bleibt es eben auch die rückseite des bahnhofs, und der haupt-besucherstrom zeigt in heidelberg naturgemäß vom hauptbahnhof in die andere richtung - zur altstadt.