Quadrat B6
Wettbewerb für Uni Mannheim entschieden
Als Meilenstein bezeichnen die Auslober des Wettbewerbs zur Erweiterung der Universität Mannheim das Vorhaben, auf dem innerstädtischen Quadrat B6 ein Forschungs- und Lehrgebäude mit integrierter Kindertagesstätte zu bauen. Zu diesem Zweck wurde ein einstufiger, nichtoffener Wettbewerb ausgeschrieben; Mitte Januar fiel die Entscheidung. Die Jury unter Vorsitz von Arno Lederer vergab folgende Plätze:
- 1. Preis: Wulf Architekten, Stuttgart
- 2. Preis: pbr Planungsbüro Rohling, Braunschweig
- 3. Preis: Kleihues + Kleihues, Berlin
- Anerkennung: Glück und Partner, Stuttgart
- Anerkennung: Atelier 30 Architekten, Kassel
Die Jury bescheinigt den Gewinnern eine „städtebaulich subtile und handwerklich gut figurierte Antwort auf die Aufgabenstellung im sensiblen Kernstadtgefüge von Mannheim.“ Außerdem lobten die Preisrichter „die Adressierung aller Gebäudeteile“, den „prägnanten großzügigen Zugang“ zum Forschungs- und Lehrgebäude sowie zur Kita und das „gut rhythmisierte und nutzbare Innenraumgefüge.“ Die energetischen Kennzahlen seien ausgezeichnet und die Ausführung sowie die Detailgestaltung des ersten Bauabschnitts zeugten von einer „konsequent vorgetragenen architektonischen Haltung“. – „Eine wohltuende und passende Antwort auf die Identität des Ortes und der Stadt“, schließt die Jury ihre Bewertung.
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..bei den BLB_ausgelobten Hochschulbau WBW´s dominieren schon seit Jahren sehr pragmatische Entwürfe...Architektur auf hohem Niveau gibt es sehr selten...vielmehr abgemeterte Raumprogramme in Achten, Quadraten, oder eine Kombination aus den Beiden
..in Aachen ist man bei den Hochschulbauten sehr bemüht..jedoch alle größeren Campus Neubauten wie in D-Dorf, Lippstadt, Bielefeld ,u.s.w aus wbw hervorgegangen überzeugen durch absolute Spaßfreiheit... ausnahme ist da vielleicht noch der Campus in Kassel von Raumzeit.. meines erachtens kann es nur daran liegen dass sich die Jury´s kaum noch Innovation zutrauen...ein Armutszeugnis für die Baukultur was die letzten Jahre im Hochschulbau passiert..
Die Geschossigkeit des 3. Preises erscheint angenehmer, die Fassade Geschmackssache.
Seit Jahren wird in vielen Städten die Chance vertan das Studieren durch inspirierende Räume (städtebaulich und architektonisch) zu beflügeln.