Stadtbaustein
Wettbewerb für Synagoge Potsdam entschieden
Erneut gilt es vom Entwurf für einen Synagogen-Neubau in Deutschland zu berichten: Heute wurde der Sieger des Architektenwettbewerbs für den Neubau der Synagoge in Potsdam vorgestellt. Das Ergebnis:
- 1. Preis: Haberland Architekten BDA, Berlin
- 2. Preis: Gramazio & Kohler GmbH, Zürich
- Sonderpreis: Arbeitsgemeinschaft Archea - male (Marco Casamonti, Laura Andreini, Giovanni Plazzi, Christiano Lepratti, Vera Martinez), Berlin
- Ankauf: Thomas Müller Ivan Reimann, Berlin
- Ankauf: Sichau & Walter, Fulda
- Ankauf: Atelier 5, Bern, van Geisten Marfel, Potsdam
Die Beurteilung der Jury zum ersten Preis :„Idee der Verfasser ist es, die Synagoge als eigenständigen Stadtbaustein harmonisch in das neu zu errichtende Zentrum Potsdams einzufügen. Davon ausgehend wird der Blockrand mit differenzierten Baukörperstrukturen geschlossen. Der Neubau der Synagoge ist im Anschluß an das Kabinettshaus deutlich ablesbar und geht in der Höhenentwicklung über den First des Kabinettshauses hinaus. Dieser Höhensprung wird jedoch durch die Plastizität des Baukörpers und Respektierung der Gliederung des Kabinettshauses städtebaulich gut gelöst.
Das Gebäude erhält einen markanten über zwei Geschosse reichenden Eingang, der die Bedeutung des Ortes auf einfache Weise hervorhebt. Öffnungen und geschlossene Fassadenbereiche entsprechen den inneren Funktionen. Insgesamt entsteht ein auch aus dem Umfeld erkennbarer besonderer Baukörper, der die Maßstäblichkeit insgesamt nicht zerstört, sondern bereichert. Die geplanten Gebäude des Ideenteils fügen sich in Höhenentwicklung, Eckausbildung und Parzellierung in das geplante Gesamtgefüge ein." Der mit dem 1. Preis ausgezeichnete Entwurf wird als Grundlage für eine Bauplanung dienen.
Die 26 eingereichten Wettbewerbsarbeiten sind vom 28. April bis 10. Mai in der historischen Gewölbehalle des Kutschstalls im Haus der Brandenburgisch Preußischen Geschichte zu sehen (Mo-Fr 10-17 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr)
Alle haben das recht auf schönheit, nicht nur architekten oder fachleute. ... und bitte nehmen sie das nicht zu persönlich.
Ich bin überrascht dass keine bessere lösungen gab." Natürlich erkenne nur Sie die komplexen Zusammenhänge wirklich, nicht wahr? Sie wissen natürlich um die die Problematik der konkreten Bauaufgabe in Potsdam und haben sich selbstverständlich schon über die anderen Wettbewerbsbeiträge hinlänglich informiert? Waren Sie Wettbewerbsteilnehmer? Ganz ehrlich?! Dieses ganze wohlfeile Geschwätz von besserwisserischen und altklugen "Kritikern", die vermutlich selbst noch nicht eine Hundehütte geplant und gebaut haben, ist schlicht ermüdend. Sich aber dann auch noch hinter jüdischen Aliasen zu verstecken, finde ich persönlich irgendwie geschmacklos.
Ich habe weder dumm noch niveaulos gesagt. Mit mehr intelligenz meinte ich mehr fähigkeit die komplexe zusammenhänge zu erkennen und problemlösungen zu finden. Ich bin überrascht dass keine bessere lösungen gab.
Sie können also den fünf Bildausschnitten entnehmen, dass die Arbeit dumm und niveaulos ist? Sie sind demnach vermutlich mit dem Auslobungstext, den konkreten programmatischen Anforderungen, dem Grundstück und seiner Probematik, dem Erläuterungstext und natürlich mit allen alternativ im Wettbewerb vorgestellten Lösungen so gut vertraut, dass Sie sich ein solches Urteil erlauben können? Respekt. Es freut einen doch immer wieder, wenn Architekturwettbewerbe kompetent und fachgerecht besprochen werden.
Kein Zigzag, einfach mehr Intelligenz und Qualität.