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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Wettbewerb_fuer_Ministeriumsbau_in_Berlin_entschieden_7819185.html

13.01.2022

Campus für Entwicklungszusammenarbeit

Wettbewerb für Ministeriumsbau in Berlin entschieden


Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unter Leitung der im Dezember 2021 vereidigten Svenja Schulze hat derzeit seinen Sitz im Europahaus. Dieses steht in Sichtweite zur Ruine des Anhalter Bahnhofs und zum Deutschlandhaus, auf demselben Straßenblock wie die Topographie des Terrors und der Gropius Bau. Sowohl aus historischer als auch aus städtebaulicher Sicht handelt sich also um ein nicht gerade unbedeutendes Grundstück im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) – auf dessen Südseite bisher jedoch wenig geschehen ist. Das soll sich ändern: Weil das Europahaus saniert werden muss und das BMZ immer mehr Mitarbeiter*innen bekommt, ist auf dem bisher als Parkplatz genutzten Grundstück der EZ-Campus Plus geplant – wobei das „EZ“ für Entwicklungszusammenarbeit steht.

In dem von der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen ausgelobten, nicht offenen, einphasigen städtebaulichen Realisierungswettbewerb war ein städtebauliches Konzept gesucht, das Grün- und Freiflächen sowie Bestandsgebäude miteinander verknüpft und einen neuen „urbanen Kommunikationsraum“ schafft. Im November 2021 gingen die Büros HENN (München) und WES LandschaftsArchitektur (Hamburg) als Sieger hervor. Unter den 15 eingereichten Arbeiten vergab die Jury unter Vorsitz der Stuttgarter Architektin Jórunn Ragnarsdóttir vier Preise:



Der Siegerentwurf platziert zwei kompakte Baukörper mit Lichthof, versetzt angeordnet in Bezug auf das Europahaus-Grundstück. Gropius Bau, Topografie des Terrors sowie das östlich gelegene Robinienwäldchen werden durch die Anordnung in das Ensemble eingebunden, eine künftige (Wege-)Verbindung zum Bestand wird offen gestellt. Geplant ist, die beiden Baukörper durch eine Brücke im ersten Obergeschoss miteinander zu verbinden, während das Europahaus durch einen unterirdischen Gang angebunden werden soll.

Das Preisgericht lobte insbesondere die hohe Flexibilität sowie die Offenheit des von HENN und WES LandschaftsArchitektur vorgelegten Entwurfs. In der Beurteilung heißt es, der Entwurf schaffe zusammen mit Europa- und Deutschlandhaus ein einladendes Ensemble mit einem sehr flexiblen und großzügigen Platzraum. Dies eröffne unter anderem die Entwicklung eines umschlossenen Open-Air-Campus’. Mit seiner Offenheit erhalte das Ensemble zudem eine neue Bedeutung im Stadtraum und vernetze sich sehr gut mit der Nachbarschaft, so die Jury. 

Der architektonische Entwurf für einen klimaneutralen Neubau mit DGNB Gold-Zertifizierung wird Gegenstand eines weiteren Verfahrens sein. (dsm)


Zum Thema:

Die Ergebnisse und Entwürfe zum EZ-Campus Plus sind noch bis zum 24. Januar 2022 auf berlin.de zu sehen.


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Kommentare:
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1. Preis: HENN, München/ WES LandschaftsArchitektur, Hamburg

1. Preis: HENN, München/ WES LandschaftsArchitektur, Hamburg

2. Preis: wulf architekten, Stuttgart/ planstatt senner, Überlingen

2. Preis: wulf architekten, Stuttgart/ planstatt senner, Überlingen

3. Preis: steidle architekten, München/ TERRA.NOVA, München

3. Preis: steidle architekten, München/ TERRA.NOVA, München

4. Preis: Reichel Schlaier Architekten, Stuttgart/ nsp landschaftsarchitekten stadtplaner, Hannover

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