Lampugnani gegen Chipperfield
Wettbewerb für Berliner Schloss-Rekonstruktion gestartet
Lampugnani gegen Chipperfield
Wettbewerb für Berliner Schloss-Rekonstruktion gestartet
Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee gab zusammen mit dem Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Klaus Dieter Lehmann, am 26. November 2007 bekannt, dass der Wettbewerb für die „Wiedererrichtung des Berliner Schlosses/ den Bau des Humboldt-Forums” begonnen hat. Die Ausschreibungsunterlagen des internationalen Bewerberverfahrens sind unterwegs, und die Teilnehmer der Jury sind festgelegt.
Auch wurden einige grundsätzliche Bedingungen für die Gestaltung bekannt gegeben: Das Humboldt-Forum soll auf der Süd-, West- und Nordseite Nachbildungen der barocken Fassaden erhalten. Im Bereich des ehemaligen Hauptportals soll eine Kuppel errichtet werden, und für den Schlüterhof sollen ebenfalls drei Barockfassaden rekonstruiert werden. Bisher hatte es immer geheißen, die Wettbewerbsauslobung werde so offen formuliert, dass auch moderne Fassaden möglich sein würden.
Noch interessanter für eine Prognose über den Ausgang des Wettbewerbs ist ein Blick auf die Liste der Fachpreisrichter:
150 internationale, renommierte und mit „Bauaufgaben kultureller Großprojekte im historischen Kontext vertrauten Architektinnen und Architekten” sind zum Bewerbungsverfahren eingeladen. In der nächsten Stufe sollen dann etwa 30 Teilnehmer zur Vorlage von Entwurfskonzepten aufgefordert werden. Es ist geplant, den Realisierungswettbewerb im November 2008 abszuschließen und mit dem Bau im Jahr 2010 zu beginnen.
Bundesbauminister Tiefensee erklärte den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses samt historischer Fassade und Kuppel zu „einem der bedeutendsten kulturellen Bauvorhaben Deutschlands. Es soll zur städtebaulichen Neugestaltung der Mitte Berlins beitragen und mit seinem kulturellen Angebot den ‚Dialog der Kunst und der Wissenschaft’ fördern. Die Weltkulturen holen wir ins Zentrum der deutschen Hauptstadt. Damit wird eine Vision Wirklichkeit: Mit dem Humboldt-Forum werden wir einen internationalen kulturellen Magneten im Herzen Berlins schaffen!“
Die vom Bundestag festgelegte Kostenobergrenze von 552 Mio. Euro (siehe BauNetz-Meldung vom 9. November 2007) werde sich nicht ändern, so Tiefensee.
Auch wurden einige grundsätzliche Bedingungen für die Gestaltung bekannt gegeben: Das Humboldt-Forum soll auf der Süd-, West- und Nordseite Nachbildungen der barocken Fassaden erhalten. Im Bereich des ehemaligen Hauptportals soll eine Kuppel errichtet werden, und für den Schlüterhof sollen ebenfalls drei Barockfassaden rekonstruiert werden. Bisher hatte es immer geheißen, die Wettbewerbsauslobung werde so offen formuliert, dass auch moderne Fassaden möglich sein würden.
Noch interessanter für eine Prognose über den Ausgang des Wettbewerbs ist ein Blick auf die Liste der Fachpreisrichter:
- David Chipperfield, London/Berlin
- Giorgio Grassi, Mailand
- Petra Kahlfeldt, Berlin
- Peter Kulka, Köln/Dresden
- Vittorio Magnano Lampugnani, Zürich/Mailand
- HG Merz, Stuttgart/Berlin
- Gesine Weinmiller, Berlin
- Peter Zlonicky, München
150 internationale, renommierte und mit „Bauaufgaben kultureller Großprojekte im historischen Kontext vertrauten Architektinnen und Architekten” sind zum Bewerbungsverfahren eingeladen. In der nächsten Stufe sollen dann etwa 30 Teilnehmer zur Vorlage von Entwurfskonzepten aufgefordert werden. Es ist geplant, den Realisierungswettbewerb im November 2008 abszuschließen und mit dem Bau im Jahr 2010 zu beginnen.
Bundesbauminister Tiefensee erklärte den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses samt historischer Fassade und Kuppel zu „einem der bedeutendsten kulturellen Bauvorhaben Deutschlands. Es soll zur städtebaulichen Neugestaltung der Mitte Berlins beitragen und mit seinem kulturellen Angebot den ‚Dialog der Kunst und der Wissenschaft’ fördern. Die Weltkulturen holen wir ins Zentrum der deutschen Hauptstadt. Damit wird eine Vision Wirklichkeit: Mit dem Humboldt-Forum werden wir einen internationalen kulturellen Magneten im Herzen Berlins schaffen!“
Die vom Bundestag festgelegte Kostenobergrenze von 552 Mio. Euro (siehe BauNetz-Meldung vom 9. November 2007) werde sich nicht ändern, so Tiefensee.
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Mahnmal einer sozialistischen Diktatur kann es
wohl auch nicht sein.
Berlin ist allen Weltstädten in der Auswahl von internationalen Architekten und teilweise auch qualitativer Architektur, dank Stimann, weit überlegen, vielleicht wird das `Humboldt - Forum´ auch von einem `Internationalen´gebaut,
wäre wünscheswert; in London, Washington, Paris etc. völlig undenkbar!
Man versucht krampfhaft was tolles zu bauen, aber was bringt das, wenn es nachher leer steht?
Und genauso ist es mit dem "Schloss", keiner weiß was hinter der Fassade später wirklich sein soll.
Man sollte dafür sorgen, dass die Nachfrage steigt. Wie haben die es denn in Dubai getan und ein solches Interesse geweckt? Vielleicht sollte man sich da mal umschauen. (Das heißt nicht, das man sich an dieser schrecklichen Architektur dort orientieren sollte!)
erst mal wird in paris und london, kopenhagen, moskau, new york.. derzeit mehr gebaut wie in ganz berlin in den letzten zehn jahren! z.bsp. la defense, da sieht der potsdamer platz und das ganze regierungsviertel in berlin wie arbeitsmodell aus, oder atlantic avenue, brooklyn by gehry...oder westside manhatten...etc..
Auch sollte man mal schauen, vielleicht in internationalen buechern, welche neue architektur aus berlin da publiziert wird, da gibts nen hauptbahnhof, nen sonycenter, und natuerlich das hervorragende GSW hochhaus aber das wars auch schon....
und was stimman gemacht hat kann man doch wirklich nicht bewerben, dieser stadthasser, der menschen seperiert und keine offene individuelle stadt wollte und damit eine der grossen chancen fuer berlin zerstoert hat, naemlich wirklich innovativ zu werden. blockrand ist grenze als idee!! und romantik die droge!!
ich habe die vermutung das hier in dieser diskussion ein typisch deutsches problem zum vorschein kommt. die uebermaessige selbstueberschaetzung!!!!! an eine kuppelstadt berlin hat auch schon der vater eines "erforlgreichen" frankfurter architektensohn und sein bauherr getraeumt... ACHTUNG AUFPASSEN!!!!
greetz...!