Kunst unter Verschluss
Wettbewerb für Bauhaus-Museum Weimar entschieden
Der Wettbewerb für das Neue Bauhaus-Museum in Weimar wurde nun endgültig entschieden: Die Berliner Architekten Heike Hanada und Benedict Tonon überzeugten die Jury mit ihrem Entwurf für einen Beton-Kubus am Rande des Weimarhallenparks.
Das neue Museum liegt im Zentrum der Stadt – in unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich das Stadtmuseum, das Congress Centrum Neue Weimarhalle und das Gauforum mit nördlich angrenzender Wohnungsbebauung aus den späten zwanziger Jahren. Innerhalb der städtebaulichen Situation soll der Neubau als kulturelles Zentrum eine selbstbewusste Position einnehmen.
Der Monolith wird durch einen Betonsockel über das Niveau des Parks erhoben. Die kompakte Gebäudeform, die sich hermetisch gegenüber der Umgebung zu verschließen scheint, soll durch die gläserne Hülle abgemildert und in eine bewusste „Unschärfe“ transformiert werden. Die Fassade ist horizontal gegliedert durch Bänder aus schmalen, opak satinierten Glasstreifen – ihr Rhythmus wird überlagert von einem Raster aus feinen, eingeätzten schwarzen Linien. Nachts wird die Fassade durch umlaufende OLED-Lichtbänder zum Leuchten gebracht. Auch das Innere wird überwiegend in Kunstlicht getaucht, denn Fenster sind in dem Entwurf fast keine vorgesehen.
In der Eingangshalle greifen Fußboden und Wände Materialität und Haptik des Betonsockels auf. Von hier aus gelangen die Besucher zu den einzelnen Ausstellungsbereichen. Ein Café auf Parkebene soll den den öffentlich zugänglichen Bereich erweitern und die unterschiedlichen Niveaus miteinander verbinden.
Thüringens Kulturminister und Stiftungsratsvorsitzender Christoph Matschie gibt sich zufrieden: „Jetzt bekommt das Bauhaus an seiner Weimarer Wiege endlich einen gebührenden Platz. Wieder einmal wird das Bauhaus in der kommenden Zeit zu einem Zeichen des Aufbruchs werden. Denn der Bau des Museums setzt einen wichtigen Impuls für die gesamte Stadtentwicklung Weimars.“
Da kann man dann schon mal "überdimensioniert hohe Räume" oder einen mit LED-Streifen dekorierten Glasvorhang vor einer Betonfassade als Weltneuheiten feiern. Und die einzige Aussage der Perspektiven ist: es gibt ein Wasserbecken!! (Und nachts verschwinden die Bäume). Aber vielleicht gibtes ja auch tatsächlich nichts weiter, was dieses Gebäude zu sagen hätte. "Breit aufgestellte Architekturqualität" bringt auch ein mutiges und offenes Verfahren nicht, wenn am Ende der Bauherr die Banalste aller Möglichkeiten auswählt. Schade!
aber an diesen bemerkungen merkt man was die bauindustrie geschafft hat! danke, liebe industrie.. ihr habt es geschafft da sbeton nachhaltiger erklärt wird als holz.