Wohnliche Materialität
Weißes Haus in München fertig
Noch im Dezember 2010 wurde dieses reduziert gestaltete Einfamilienhaus in München-Untermenzing fertig gestellt. Mit 185 Quadratmetern Wohnfläche kann es noch gerade als „Kleinod“ durchgehen. Der Entwurf für das „Haus im Garten“ stammt von dem jungen Münchener Büro neutardschneider* architekten.
Das Gebäude wurde als Gartenhaus in zweiter Reihe in einem weitläufigen Garten geplant, der sich durch einen alten Baumbestand aus Eichen, Ahorn und Birken auszeichnet und dem Grundstück einen parkähnlichen Charakter verleiht. Das Haus zeigt sich nach außen als ein reduzierter weißer Kubus mit wenigen, präzise platzierten großen Öffnungen. Diese orientieren sich größtenteils nach Süden und Westen hin zu den Baumgruppen des Gartens.
Man nähert sich dem Gebäude parallel der fensterlosen Ostwand, in der sich eine zweiflüglige Stahltür befindet. Der Minimalismus der großflächigen weißen Wände verstärkt den Eindruck eines monolithischen Blocks, der direkt aus dem Gelände zu wachsen scheint.
Den Besucher erwarten im zweigeschossigen Eingangsbereich und im offenen Treppenraum, der sich längs der Ostseite des Gebäudes über alle Geschosse zieht, karge unbehandelte Sichtbetonwände und Zementböden.
Alle dienenden Bereiche des Gebäudes wie Flure, Nassräume und Treppen haben keinen direkten Außenbezug, sondern werden nur über große Oberlichter belichtet. Die eigentlichen Wohnräume zeigen sich in Ihrer Materialität wohnlicher. Neben Betonflächen dominieren hier exakt detaillierte weiße Wandelemente und heimisches, massives Eichenholz.
Fotos: Maria Dorner
Das Haus ist korrekt doch und liebe Gruesse an die Architekten, ich wuensche dass ich solche in meinem Lebens schaffen koennte.
Im Ernst: Ich erlebe es oft, dass Innenarchitektur zu empfindlich ist (so ästhetisch sie ist - das Haus ist schön!!) und Kinder als Gäste deshalb extrem diszipliniert werden müssen.
Ich kann mir die Bewohner in diesem Haus auch sehr gut vorstellen - Kinder aber nur, wenn die Besitzer sehr tolerant gegenüber "Kollateralschäden" sind, und in einer gewissen Unordnung keinen Widerspruch zur Architektur sehen.
Viele Grüße.
mir gefällt das haus oder zumindest das, was ich davon sehe. mir gefallen die ausführung, die proportionen, die einfachheit und tatsache, dass es sich abhebt vom banalen einheitsbrei an einfamilienhäuschen, wie sie normalerweise in deutschen landen auf grünen wiesen gebaut werden.
ach so, und das bewohner dieses haus bewohnen kann ich mir ebenso gut vorstellen.... ich sehe keine an stühle gefesselte kinder. sorry