Foster für Faustino
Weingut in Spanien eröffnet
Da hat Sir Norman Foster ein ganz neues Fass aufgemacht! Gestern wurde in der spanischen Provinz Ribera del Duero das das erste Weingut von Foster + Partners eröffnet. Die Ribera del Duero, ein vom Duero durchflossenes Weinbaugebiet in der Region Kastilien-León, liegt etwa 150 Kilometer nördlich von Madrid und zählt zu den Hauptweinregionen Spaniens.
Den 12.500 Quadratmeter großen Gebäudekomplex für das Faustino-Weingut haben die Architekten als eine dreiflügelige Anlage in die Weinlandschaft integriert: Die drei Produktionsphasen – Fermentierung in Stahltanks, Reifeprozess in Eichenfässern sowie Reifeprozess und Lagerung in Flaschen – orientieren sich um ein Fabrikationsdrehkreuz im Gebäudezentrum. Pro Jahr sollen in der Bodegas Portia eine Millionen Weinflaschen produziert werden.
Der Neubau fügt sich in seine Hanglage ein. Der Betonbau ist mit Schindeln aus rostroten Corten-Stahl verkleidet. Durch die Einbettung des Gebäudes in die Landschaft wollten die Architekten zum einen die visuelle Wirkung des Neubaus minimieren, zum anderen passive ökologische Vorteile maximieren. In das Dach wurden teilweise Photovoltaik-Zellen integriert, und die thermische Masse des Betons soll die Steuerung der Raumtemperaturen unterstützen. Im Zentrum ist das Dach begehbar.
Im Herzen des Weinguts erstreckt sich eine offene Galerie, die nur durch Glas von den Produktionsflügeln abgetrennt ist und so den Besucher einen direkten Einblick in die einzelnen Herstellungsprozesse ermöglicht. Lagerhallen und weitere Stationen des Weinguts werden außerdem durch farbige Akzente in der Beleuchtung inszeniert. Zwischen den einzelnen Gebäudeflügeln sind Funktionen wie Empfang und Verwaltungsbereich angeordnet.
Foster selbst sagte, das Weingut als Gebäudetypologie sei für das Büro eine große Herausforderung gewesen. Die einzelnen Abläufe im Herstellungsprozess sollten in dem Neubau optimiert werden um ideale Bedingungen für die Weinerzeugung und am Ende einen guten Wein zu schaffen. Na dann: Salud!
Wer sich dann noch zum "Kulturthema Wein" äußert (wobei man Wein auch ohne kulturellen Ballast einfach nur trinken und "lecker" finden darf), sollte wenigstens Grundkenntnisse über Weinherstellung haben (oder einfach den Text sorgfältig lesen) und nicht von "schade aber mit den edelstahltanks!" faseln. (" Fermentierung in Stahltanks, Reifeprozess in Eichenfässern sowie Reifeprozess und Lagerung in Flaschen." )
Eins weiß ich sicher: Die wahrscheinlich kompetenten Weinhersteller haben bei Foster sicher genau das Gebäude bestellt und bekommen, das sie wollten. Oder wer kann ernsthaft unterstellen, die Bauherren seien einfach zu blöd und unmündig gewesen, um Ihre Wünsche und Vorstellungen adäquat zu formulieren und im Entwurfsprozess einzubringen. (Ich habe noch NIE! einen Bauherren kennengelernt, den ich hätte übervorteilen können - geschweige denn wollen.)
Wenn eines in diesem Forum unerträglich ist, dann das ganze unqualifizierte und von jedem Sachverstand und Erfahrung unbeleckte Genörgel von angeblichen "Kollegen" die selbst noch nie Vergleichbares auf den Boden gestellt haben.
ich jedenfalls gebe ... recht. diese birds-eye-architekturen sind doch unerträglich. und dem kulturthema wein ist dieses teil wirklich nicht angemessen.
niemand will hier eine "verklärte romantisierte darstellung der weinherstellung", auch nicht ..., da bin ich mir sicher. aber die meisten leute kennen ja leider nur schwarz und weiss...
Würde mich auch interessieren, das Gebäude noch mal zu sehen, wenns drum herum grün ist.
Solong: Was für'n Blödsinn. architekten von weingütern müssen genauso wenig weintrinker sein, wie die von krankenhäusern krank sein müssen und wo sie da einen standardfake vermuten ist mir ebenfalls rätselhaft.
Eine markante Architektur, die moderne Produktionsweisen der Weinherstellung in eine moderne Hülle kleidet.
Hier geht es offensichtlich gerade nicht um eine verklärte romantisierende Darstellung der Weinherstellung!
Auch einige der besten Tropfen kommen aus Edelstahltanks!