Imitat, Raubkopie oder Fake-Design?
Vortrag zur chinesischen Baukunst in Zürich
In keinem anderen Land wird so viel gebaut wie in China. Und nirgendwo sind westliche Architekten so stark in den Bauboom involviert wie dort. Gleichzeitig ist die Kritik an dem dort Gebauten hier am Größten. Dabei sind es oft Architekten aus dem Westen, die in China alte Konzepte ein zweites Mal „verbraten“, die sich selbst zitieren oder tradierte Architektur aus der eigenen Heimat in ein kulturell gänzlich anders geprägtes Land transferieren.
Ein Vortrag in Zürich – gehalten vom Berliner Kritiker, Publizist und Kurator Eduard Kögel – möchte hier zu einem Diskurs auf Augenhöhe anregen. Aus der Veranstaltungsankündigung: „ Im Zeitalter der Collage, der Versatzstücke und Zitate, der „Inspiration“ durch fremde Kulturen und der eitlen „Trendsetter“-Architektur bedarf es genauer Analysen und unvoreingenommener Lösungen, die jenseits hergebrachter Vorbilder mit Neugier und Offenheit den Weg für eine kulturelle Erweiterung suchen. Doch welche Konzepte sind tragfähig im neuen China? Welche kritische Haltung entwickelt sich und mit welchen Argumenten wird sie vorgetragen? Gibt es Lösungen jenseits dogmatischer Festlegungen die auch für die westliche Entwicklung von Belang sein könnten? Schlicht, können wir von China lernen?“
Vortrag: 30. April 2012, 20 Uhr
Ort: Corner College, Kochstraße 1, 8004 Zürich
eine osmose zwischen kulturen ist natürlich und unvermeidlich.. früher hat man halt von seinem nachbarn "abgeschaut" heute...
warum können wissenschaftler oder politiker nicht in deren landestracht eine rede halten? warum sind bräute weiß? warum ist rationalität und objektivität so present?