Stadtkultur der Zukunft
Vortrag von Peter Sloterdijk in Berlin
Wie würde die Natur Städte bauen, wenn sie Städte wachsen ließe? Wie muss der Mensch Städte bauen, wenn er sich als Delegierter der Natur versteht? Klingt sehr philosophisch. Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, hat das Deutsche Architekturzentrum DAZ in Berlin nächste Woche einen Experten eingeladen: Am Dienstagabend wird Peter Sloterdijk in der Reihe „Visionen und Visionäre“ zu einem Vortrag über die „Stadtkultur der Zukunft“ erwartet.
Der Philosoph, Kulturwissenschaftler und Essayist studierte Philosophie, Geschichte und Germanistik in München und Hamburg. Seit den 80er Jahren arbeitet er als freier Schriftsteller und veröffentlichte zahlreiche Werke, darunter 1983 „Kritik der zynischen Vernunft“, welches zu den meistverkauften philosophischen Büchern des letzten Jahrhunderts zählt. Sein Hauptwerk ist die Trilogie „Sphären“ (1998-2004), eine Neuinterpretation der Geschichte der Menschheit unter dem Aspekt der gemeinsamen Raumbildung. Seit 1992 ist Sloterdijk Professor für Philosophie und Ästhetik an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und seit 2001 Rektor dieser Institution. Sloterdijk erhielt vom Bund Deutscher Architekten BDA den Preis für Architekturkritik 2009 (siehe BauNetz-Meldung vom 15. Mai 2009).
Vortrag: Dienstag, 1. März 2011, 19 Uhr (Achtung: nicht wie ursprünglich angekündigt am 2. März 2011)
Ort: DAZ, Taut-Saal, Köpenicker Str. 48/49, 10179 Berlin
nichts verstanden! Sloterdijk ist ganz bei sich
und bedenkt die Archaik des Wohnens. Das hat mit dem herkünftigen Grund des Bauens zu tun. Wer ihn nicht versteht, hat auch mit der Saekularisierung des Wohnungsbaus nichts im
Sinne. Vom Höhlenbau zum Nest geht die Vertikale. Erinnert sei an Zille, der meinte, man
könne einen Menschen auch mit einem Haus (i. Sinne v. Eigenheim) erschlagen. - Mit dem Zusammenbruch und Totalversagen des Marxismus-Leninismus hat Sartre seine Bedeutung verloren( Er entschuldigte sowjetische und maoistische Verbrechen.) Foucault wies ihm bereits die Grenzen auf. In
Sloterdijks Architektur- und Machtkritik ist auch Foucaults Machtkritik enthalten. Die Linke (und ihre Frankfurter Schule) kämpfen gegen ihre totalitäre Vergangenheit. - Wir müssen unser Leben ändern!
Er hat daher als Kritiker keine Relevanz. Das erklärt seinen medialen Erfolg.
Nichts an dem was er schreibt, ist tatsächlich kritisch. Er ist nur ein Legitimator der herrschenden Verhältnisse, und damit ein Verschleierer der tatsächlichen Machtverhältnisse, für den staatlichen bildungsbürgerlichen Theorie Apparat, den es ja gerade nicht um Kritik gehen kann, aber immer gut genug.
Sartre würde sagen: ein tragischer Philosoph ohne Bedeutung.