Pop-up-Wohnen
Vortrag und Diskussion in Hannover
Ende 2024 fehlten in Deutschland laut Einschätzungen des Pestel-Instituts rund 1,4 Millionen Wohnungen. Gleichzeitig steigt der Büroleerstand in deutschen Großstädten deutlich an, allen voran in Berlin, wie Maklerverbände berichten. Angesichts dieser Konstellation fragt das Kollektiv vonwegenleer: „Können sich diese Probleme gegenseitig aufheben?“
Ihr Konzept Pop-up-Wohnen soll eine wohnpolitische und architektonische Antwort liefern, so das Kollektiv. Eine leerstehende Bürofläche wird dabei als Wohnzwischennutzung temporär und reversibel umgewandelt. Da es sich um eine „Vorstufe zur dauerhaften Umnutzung“ handelt, könne die Umsetzung flexibler, schneller und mit geringerem Genehmigungsaufwand erfolgen. Dass dauerhafte Umnutzungen möglich sind, zeigt unser Themenpaket mit neun Beispielen.
Ein Pilotprojekt hat das Kollektiv in Kooperation mit dem Fachgebiet Architektur, Raum und Gesellschaft von Sabine Hansmann an der HafenCity Universität Hamburg bereits realisiert. Am Montag, 16. Februar 2026 stellen die drei Initiatorinnen Leona Erdmann, Juli Sottorf und Emma Stiehle ihr Projekt im Kulturzentrum Pavillon in Hannover vor. Veranstaltet wird der Abend vom örtlichen Verein AG Stadtleben. Neben Erfahrungen aus dem Projekt selbst, soll der Vortrag auch das Arbeiten im Kollektiv thematisieren, schreiben die Veranstalter*innen.
Termin: Montag, 16. Februar 2026, 19 Uhr
Ort: Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover
ag-stadtleben.de
vonwegenleer
Auch der Verein Adapter hat sich mit Wohnumnutzungen in leerstehenden Gewerbebauten beschäftigt.