Buntes Programm hinter schwarzem Vorhang
Volksbank-Areal von Hadi Teherani in Freiburg im Breisgau
Im Oktober 2021 eröffnete das von Hadi Teherani Architects (Hamburg) gebaute Volksbank-Areal in Freiburg im Breisgau. 2016 konnte sich das Büro in einem Einladungswettbewerb unter anderem gegen die Architekturbüros Baumschlager Eberle (Lustenau) und Auer Weber Architekten (Stuttgart) durchsetzen. Das Volksbank-Areal befindet sich in prominenter Lage gegenüber dem Hauptbahnhof am nordöstlichen Ende der Altstadt. Abgerissen wurden für den Neubau das 1974 vom Schweizer Architekturbüro Suter + Suter erbaute, bronzen glänzende Bürohaus der Volksbank und das erst 1983 errichtete Hotel Rheingold auf dem Nachbargrundstück.
Bauherren des Neubaus sind die Volksbank Freiburg und der Breisgauer Katholische Religionsfonds. Und so finden sich auf insgesamt 43.000 Quadratmeter BGF neben der Zentrale der Volksbank auch Büroräume der Stiftungen der Erzdiözese Freiburg, ein Marriott-Hotel, eine Versicherung sowie diverse Büros. Zudem entstanden Flächen für ein Café und Einzelhandel. Im nördlichen Gebäudeteil ist neben den Stiftungsräumen auch eine Kapelle und die Aula des privaten St. Ursula Gymnasiums für Mädchen untergebracht. Das Bestandsgebäude des Gymnasium grenzt im Süden an den neuen Gebäudekomplex an.
Der hohe Büroturm der Volksbank liegt an der von Norden nach Süden verlaufenden Bismarckallee, so dass sich das Areal städtebaulich zu Hauptverkehrsstraße und Hauptbahnhof im Westen orientiert. Das ist anders als beim Vorgängerbau, dessen Büroturm die Ecksituation Bismarckallee / Eisenbahnstraße definiert hatte. Im nördlichen Teil des Areals passt sich der Baukörper in seiner Höhe der Nachbarbebauung an. Im Süden des Areals hat das Hotel Marriott seinen Platz gefunden und grenzt dort an das Bestandsgebäude des Gymnasiums.
Die Fassadengestaltung des Ensembles wurde trotz unterschiedlicher Nutzungen einheitlich gestaltet und wird straßenseitig durch raumhohe Verglasung und vorgeblendete Lisenen charakterisiert. Die gesamte Innenraumgestaltung des Gebäudekomplexes wurde durch das Interior Design Department von Hadi Teherani verantwortet. Für das Architekturbüro ist die gestalterische Einheitlichkeit Konzept: „Ein solches Großprojekt aus einer Hand gestalten zu können, ist heute selten. So ist alles aus einem Guss und wir konnten eine durchgängige Linie umsetzen“, sagt der projektverantwortliche Büropartner Christian Bergmann. (sla)
Fotos: Jochen Stüber, Klaus Polkowski, Christian Bergmann
die fassade ist jetzt in stäbchen, ansonsten erinnert es in der aufteilung und anmutung an den vorgängerbau, der eigentlich nicht so schlecht war - wenn man sich nun ansieht, was das neue sein soll.
geschlossene fassade, dunkel. gleiche situation zum straßenraum und hauptbahnhof, gleicher nicht-umgang mit dem nachbargebäude. ähnliche schalterhallenaufteilung wie in den 1990ern. aber die terrasse des hotels sieht gut aus.
wie hier schon geschrieben, erschließt sich nicht, warum es kein umbau und, oder teilneubau sein konnte.
aber hey, schickes foto von der straßenbahnbrücke aus mit bahnhofsturm:
macht die architektur gleich viel besser...
Sicher nicht Teheranis bestes Werk.
Ich finde insbesondere schade, dass der Betonvorgänger nun einem Betonnachfolger mit einer weniger intessanten Fassade gewichen ist. Klar, der Vorgänger hatte seine Macken, die Erdgeschosszone war nicht zeitgemäß usw.- geschenkt. Warum aber offenbar nicht mal in der "GreenCity" eine solche Vernichtungsorgie grauer Energie verhindert werden kann.... belibt mir weiter ein Rätsel. Dem Architekten ist diese Entscheidung immerhin nicht anzulasten.