Kollhoff am Bodensee
Villen in der gräflichen Domaine
Mehr als 12.000 Quadratmeter am Ufer des Bodensees fasst die „gräfliche Seedomaine zu Bodman“. Das Areal des früheren Hotels „Linde“ verkaufte der Graf von und zu Bodman nun an eine Wohnungsbaugesellschaft. Der Bürgermeister der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen freut sich über die gemeinsam entwickelten Pläne: Architekt Hans Kollhoff gestaltet insgesamt vierzehn hochwertige Mehr- und Einfamilienhäuser im Villenstil.
Das passt. Oberstes Anliegen ist die Identität des Ortsbildes mit traditionellem Charakter, deshalb legt man Wert auf Bezug zum Bestand. „Die Gestaltung orientiert sich am europäischen Baustil der 1920er Jahre: Prägende Elemente werden Loggien, Rundbögen, Walmdächer oder Tympana sein“, teilen die Bauherren mit. Das Investitionsvolumen: 45 Millionen Euro.
Auch für die Parkanlage konnten mit den Belgiern Jacques und Peter Wirtz namhafte Landschaftsarchitekten gewonnen werden – das 1950 gegründete Familienunternehmen Wirtz hat unter anderem im Auftrag von François Mitterrand die Gärten rund um den Élysée-Palast in Paris angelegt. Neben der privaten Nutzung können in der gräflichen Seedomaine zu Bodman in Zukunft auch die Öffentlichkeit sowie Gäste des neu errichteten Hotels „Linde“ die Vorzüge heimischer Vegetation genießen. (dd)
Die neue Moderne wird hoffentlich aussehen wie Kollhoff sie hier darstellt.
Toll das auch die Baunetzmacher es schaffen in ihrem Beitrag neutral zu berichten. Neutralität ist in Deutschland ein seltenes Gut geworden, auch in anderen Bereichen des Journalismus.
Leicht zu erahnen, wie diese adipösen Wuchtbrummen im Inneren ihren eigentlichen Charakter offenbaren....
Das ist nur noch eine verschrobene Anti-Haltung von Kollhoff. Die Retro-Argumentationskette fällt schlaff vom Geronto-E-Bike!
Was für eine erbärmliche Grütze!
Wenn man mal ehrlich ist: Hier gibt es wenig zu streiten. Von den vier Fürsprechern hat es lediglich einer (Nr. 16) geschafft, nicht bloß pauschal für Kollhoff oder gegen die Mehrheit zu sprechen, sondern auch Argumente für den Entwurf zu liefern. (Das man diese ohne Mühe wegwischen kann, ist ein anderes Thema und bestätigt die Kritiker.)
Den ganzen Einheitsbrei von wahllos angeordnetetn geschlitzten Fenstern und schweizer Dämmbetonkisten kann ich einfach nicht mehr sehen.
Der Vergleich mit Fertighäusern ist ein Witz. Wenn Kollhoff Häuser baut, sind sie in der Ausführung kompromisslos gut und sie werden komplett ohne WDVS auskommen. So viel zum Vorwurf der Investorenarchitektur...