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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Villa_auf_Menorca_von_NOMO_Studio_6951038.html

13.09.2019

Komposition in Beige

Villa auf Menorca von NOMO Studio


Der Charakter der Baleareninsel Menorca ist geprägt von Gestein: Steilküsten, von kleinen Steinmauern gesäumte Felder und zahlreiche Megalithbauten bestimmen das Bild. So verwundert es nicht, dass NOMO Studio (Barcelona/Stockholm), die bereits eine ganze Reihe Villen aus Beton auf Menorca realisiert haben, schlussendlich auch einmal auf lokalen Kalkstein als prägendes Fassadenmaterial zurückgriffen.

Ihr Stone House steht passenderweise direkt an der felsigen Nordküste und verweist auf die allgegenwärtigen, aus rohen Feldsteinen aufgeschichteten Mäuerchen, die auch das Baugrundstück umgeben. Die für das zweigeschossige Gebäude verwendeten Steine hatten dabei keinen langen Transportweg: Sie stammen direkt vom Grundstück und wurden beim Aushub des Fundaments gewonnen. So harmoniert das Haus optisch perfekt mit den alten Begrenzungsmauern, als hätte es schon immer hier gestanden.

Der private Auftraggeber wollte ganz explizit ein Wohnhaus, das die Bautradition der Insel aufgreift, archaisch und zugleich modern daherkommt. Daher knüpften die Architekt*innen an die menorquinische Gepflogenheit an, Fenster- und Eckbereiche mit sandfarbenem Putz zu gestalten, sodass Abwechslung in die Steinmauern kommt. Ein Teil der Fenster ist zudem von schmalen Stahlrahmen mit nach innen öffnenden hölzernen Fensterläden umgeben. Sie ragen weit aus der Fassade heraus und sollen vor zu viel direkter Sonneneinstrahlung schützen.

Der 450 Quadratmeter fassende Baukörper setzt sich aus zwei übereinandergestapelten Kuben zusammen, wobei der obere um einiges schmaler ist, sodass zu seiner Rechten und Linken zwei große Dachterrassen entstanden. Das Raumprogramm umfasst sechs Schlafzimmer, ein Ess- und ein Wohnzimmer, Küche und Garage. Im Zentrum des Ganzen befindet sich ein offener Bereich mit doppelter Höhe, der die beiden Geschossebenen miteinander verbindet – auch visuell. Dank großer Glaswände strömt hier viel Licht ins Innere des Hauses, dessen Zirkulation um dieses Atrium herum organisiert ist.

Fotos: Joan Guillamat


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