Tanzende Holzboxen
Vancouver Art Gallery von Herzog & de Meuron
In New York stapelten SANAA einen weißen Turm aus den Boxen der gebauten Umgebung auf, um das New Museum of Contemporary Art zu erschaffen. In Vancouver soll nun ein Stapel von Holzboxen als Kunstgalerie entstehen. Herzog & de Meuron (Basel) präsentierten gestern ihren Entwurf bei einer feierlichen Veranstaltung im Queen Elizabeth Theatre nahe dem Bauplatz. Mit der Komposition aus unterschiedlich proportionierten Kuben wollen die Architekten zwischen den Türmen und historisch-niedriger Bebauung in der Umgebung vermitteln und vielfältige Ausstellungsräume schaffen.
Jacques Herzog spricht vom „Kontrast zwischen der niedrigen Rahmung des Blocks und der hohen Skulptur inmitten eines offenen Gartens“ als Thema des Entwurfs. Holz als ein traditionelles und größtenteils verdrängtes regionales Baumaterial wird ein Alleinstellungsmerkmal für das Museum sein. Die ungewöhnlich hohe Holzkonstruktion soll das handwerkliche Können der Region zeigen. Die Hülle darf altern und ihr Gesicht verändern, wie die Vancouver Art Gallery als Institution es seit 1931 tut. Die wachsende Sammlung ist seither dreimal umgezogen. Mit dem neuen Gebäude möchte man Platz schaffen, um Beziehungen zu Institutionen in der Stadt, in Kanada und der ganzen Welt auszubauen.
Im April 2014 hatte die Vancouver Art Gallery Herzog & de Meuron aus einer Shortlist von fünf Büros ausgewählt, um das 28.000-Quadratmeter-Museum zu entwerfen. Insgesamt 75 Architekten aus 16 Ländern hatten sich beworben. Für Herzog & de Meuron wird es das erste Projekt in Kanada sein. 2017 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. (dd)
wenn schon tanzend, warum dann so gleichmässig?
etwas ausmittig, etwas verdreht und schon käme
da doch etwas schwung rein. so wirkts sehr
statisch und eben nicht tanzend.
H&dM haben schon tolle Sachen gemacht - und ich mag Sie sehr - aber dieses Zeug als "tanzende Boxen" zu verkaufen ist schon hohe Psychologie.
Das eigentlich Vorbild (neben Olgiati natürlich) dürfte aber vor Allem das Edificio Palmas von Juan Sardo Madaleno sein. Das wurde 1975 sogar gebaut. Nur jetzt halt im öffentlichkeitswirksamen Holz materialisiert.
Apart from that, it is a positive exception amongst Vancouver Architecture Averageness and will have an tremendous impact for the city and its cultural scene.