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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Uni-Erweiterung_in_Stanford_von_Ennead_Architects_6475941.html

11.07.2019

Baumhaus statt Elfenbeinturm

Uni-Erweiterung in Stanford von Ennead Architects


Bereits vor drei Jahren rief die Stanford Universität mit ihrer bislang höchsten Spendensumme von 400 Millionen Dollar das Knight-Hennessy-Stipendenprogramm ins Leben. Es soll Wissenschaftler*innen fördern, die sich in ihrer interdisziplinären Forschung mit globalen Umwelt- und Gesellschaftsthemen beschäftigen. Stifter sind Stanford-Alumni Philip Knight, Mitbegründer der Sportmarke Nike, und der ehemalige Universitätspräsident John L. Hennessy.

Verortet ist das Stipendienprogramm im Denning House, das eigens dafür errichtet und im letzten Jahr fertiggestellt wurde. Ein Entwurf vom New Yorker Büro Ennead Architects, die damit bereits ihr sechstes Projekt auf dem Stanford Campus realisiert haben. Auf einem ehemaligen Parkplatz im Südwesten des Universitätsgeländes liegt nun ihr neustes Gebäude. Im Gegensatz zur vorherrschenden Campusarchitektur mit roten Ziegeldächern, Stuck und Kolonaden besteht das Denning House ganz aus Holz.

Hinter der Materialwahl verbirgt sich der Gedanke der Nachhaltigkeit. So wurde für die Massivholzkonstruktion und den Innenausbau Holz der in Kalifornien heimischen Douglasie verwendet. Die geschwungene Vorhangfassade dagegen besteht aus Holzlamellen der Louisiana-Zypresse. Zum ökologischen Konzept gehörte auch die Anlage eines Regenwassersammelsystems und eine nachhaltige Landschaftsgestaltung. Schließlich liegt das Denning House am unter Naturschutz stehenden Lagunita-See, der Brutstätte für bedrohte Tigersalamander ist.
 
Ein geschwungener Holzweg leitet ins Gebäude und die Lobby, an die Verwaltungsbüros, Konferenzräume und kleine Büros grenzen. Im Obergeschoss sind ein großer Vorlesungssaal, eine Lounge und ein Veranstaltungssaal für bis zu 100 Personen untergebracht. Ein Balkon, der sich über die gesamte Rückseite des Gebäudes zieht und in Richtung See zeigt, verbindet diese.

Das Haus der Stipendiaten diene als Lern- und Ruheort, an dem Wissen vermittelt und Lösungen für die Probleme der Welt entstehen sollen, heißt es in der Projektbeschreibung. Dieses werde aber nicht im sprichwörtlichen Elfenbeinturm generiert, sondern in einem Gebäude, das abgesehen von einzelnen Stahlfedern, ausschließlich aus Holz besteht – wie in einem Baumhaus. (eb)

Fotos: Tim Griffith


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Der Massivholzbau ist aus in Kalifornien heimischem Douglasienholz gefertigt.

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Eine Skulptur der Künstlerin Ursula von Rydingsvard vor dem Gebäude soll auf die Schönheit von gewachsenem Holz verweisen.

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Durch den unterschiedlichen Umgang mit Holz an den Fassaden hat jede Gebäudeseite ihren eigenen Charakter.

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