Neu mit Naturstein
Umbau von Max Dudler in Frankfurt am Main
Unsanierte Bürogebäude aus den Siebzigerjahren gibt es noch viele in Deutschland, weshalb die von Max Dudler jüngst in Frankfurt am Main durchgeführte Operation durchaus wegweisend sein könnte. Der Schweizer Architekt mit Bürositz in Zürich, Berlin und Frankfurt verwandelte einen gedrungenen Bestandsbau im Westend in ein zeitgenössisches Haus mit Natursteinfassade, dem man seine Vergangenheit nicht ansieht.
Neben dem Naturstein waren laut der Projektverantwortlichen zwei weitere Eingriffe maßgeblich. Zum einen wurden die ehemals horizontalen Fensterformate in die Vertikale geklappt, zum anderen das ursprünglich aufgeständerte Erdgeschoss geschlossen. Zugleich wurde auch Platz geschaffen für eine doppelgeschossige Eingangssituation, die dem Gebäude mehr Großzügigkeit verleiht.
Dudlers Eingriff überzeugt durch seine Konsequenz – bis auf die Grundstruktur des Gebäudes wurde praktisch alles auf den Stand der Gegenwart gebracht. Dass allerdings das Dach nur für die Haustechnik genutzt wird, ist trotz allem schade, denn auch reine Bürogebäude können doch heute etwas mehr Freizeitwert vertragen. Neben dem schmalen Austritt im fünften Geschoss wäre eine große Terrasse jedenfalls nicht schlecht gewesen. (sb)
Fotos: Stefan Müller
Soviel zur mangelhaften Recherche.
Zur Architektur: Auch die Vorgängerfassade war aus Naturstein. Nur eben mit einer liegenden statt einer stehenden Gliederung. Warum das jetzt "besser" sein soll erschließt sich mir nicht, passt aber zur allmächtigen Retrowalze die übers Land rollt.
... was in diesem fall etwas schade ist, da die alte fassade schon eine wirklich ... gestalterisch gute ... 70er "bandfassade" war ...
Auf Karte zeigen:
Google Maps
Alles beim Alten