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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Umbau_in_Hamburg_von_HS_Architekten_7369263.html

26.08.2020

Letzter Zeuge in der Neuen Mitte

Umbau in Hamburg von HS Architekten


Auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerks in Hamburg-Ottensen hat sich viel getan in den letzten Jahren. Zwischen der Holstenbrauerei in der Harkortstraße und dem Wasserturm entstanden in einem ersten Baufeld bereits 1.600 Wohnungen des privaten Immobilienentwicklers ECE Projektmanagement, den man in erster Linie als Betreiber von Einkaufszentren kennt, der seit einiger Zeit aber auch auf Wohnungsbau setzt – beispielsweise in Potsdam. Mit der von der Bahn geplanten Verlegung des Kopfbahnhofs Altona an die S-Bahnstation Diebsteich entsteht derzeit noch ein zweites Baufeld.

Zentral im Stadtentwicklungsgebiet Neue Mitte Altona blieb die 1904 erbaute Kleiderkasse als Zeitzeuge aus der Zeit des Bahnbetriebsgeländes erhalten. Bis in die 90er Jahre erhielten die Bahnangestellten hier ihre Dienstkleidung und ihren Lohn. Nach einer Phase der Zwischennutzung und des Leerstands wurde das historische Gebäude schließlich durch das Hamburger Büro HS Architekten denkmalgerecht saniert und spielt nun als Kita und Café eine zentrale Rolle für die Anwohner*innen im neuen Wohnviertel. Realisiert wurden außerdem Büroräume.

Im Zuge der über zwei Jahre andauernden Sanierung wurde das Außenmauerwerk gereinigt, wurden Verblendsteine ausgetauscht, das Fugennetz saniert und der Baukörper durch neue Elemente ergänzt. Eine Rampe gewährt barrierefreien Zugang,  außerdem wurden Außentreppen und neue Öffnungen in der Fassade realisiert.

Auch das seit Sommer 2019 als Kita genutzte Untergeschoss wurde allumfassend saniert. Für eine bessere Belichtung und, um den Außenbereich als direkt zugängliche Spielfläche nutzen zu können, wurde an der nördlichen Längsseite das Erdreich ein Stück weit abgetragen. So entstand eine circa 300 Quadratmeter große Außenspielfläche für Kinder, die Kindertagesstätte selbst bietet 690 Quadratmeter Fläche. 

Um das Obergeschoss mit einer lichten Raumhöhe von über fünf Metern besser nutzen zu können, wurde in enger Zusammenarbeit mit den Denkmalschutzbehörden und der Stadtplanung ein Galeriegeschoss eingefügt. Dieses ist von außen kaum wahrnehmbar, damit sich das Gesamterscheinungsbild nicht verändert. Im rückwärtigen Bereich – zu Wohnviertel und Park orientiert – eröffnete im Frühjahr 2020 das Cafe „Die Blaue Blume“, dessen großer Außenbereich in Richtung Westen weist. Mit direkter Verbindung zur Galerieebene entstanden – wie sollte es anders sein?! – Co-Working-Bereiche. (tl)

Fotos: Anja Wippich


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