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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-UNStudio_planen_Konferenzzentrum_7658213.html

22.06.2021

Expressiv entspannt in Eindhoven

UNStudio planen Konferenzzentrum


Brainport Eindhoven nennt sich eine Technologieregion in der niederländischen Provinz Nordbrabant. Nach Vorbildern wie Silicon Valley oder Greater Seattle kommen hier private Unternehmen, staatliche Forschungseinrichtungen und Bildungsinstitution zusammen. Alle profitieren von der Nähe zueinander, aber auch von einer räumlich günstigen Lage mitten in Westeuropa. Und da einer der zentralen Ziele hinter einer solchen Ansiedlungspolitik immer auch – und vor allem – ein intensiver Austausch zwischen den Akteuren von Wirtschaft und Wissenschaft ist, braucht es hierfür eine entsprechende Infrastruktur. Die Stadt Eindhoven plant darum ein neues Kongresszentrum, das maßgeblich von UNStudio gestaltet werden wird.

Das Amsterdamer Büro um die Gründer*innen Ben van Berkel und Caroline Bos konnte sich als Teil einer Bietergemeinschaft mit dem Namen Elysion Consortium in einem Wettbewerb der Stadt Eindhoven durchsetzen. Dabei ging es nicht nur um die Errichtung des neuen Gebäudekomplexes, sondern auch um dessen dauerhaften Betrieb. Für den ist die Hotelkette Van der Valk zuständig, auf deren Gelände direkt an der A2 südlich der Innenstadt das Konferenzzentrum auch entstehen wird. Schon heute steht dort praktischerweise ein Hotel mit multifunktionalen Veranstaltungsflächen, so dass im engeren Sinne nur eine Erweiterung der Bestandsgebäude notwendig ist. Weitere Beteiligte sind das Bauunternehmen Huybregts Relou, die Spezialisten für Bühnenveranstaltungen PBTA und das Ingenieurbüro Tielemans. Als zweites Architekturbüro sind außerdem noch Quant Architectuur mit an Bord.  

Interessant an dem Projekt ist, wie regelrecht entspannt die bestehenden Strukturen weitergebaut werden. Anstatt zu ersetzen, vervollständigen UNStudio den Bestand – mit Konstrast. Dem flachen Volumen der heutigen Veranstaltungshalle wird ein  Segment hinzugefügt, aus dem ein neues Auditorium mit rund 1.500 Plätzen expressiv herauswächst. Auch der alte Hotelturm bleibt – umfassend saniert – erhalten, ergänzt um einen zweiten, noch mal deutlich höheren Turm. Damit wird das resultierende Ensemble auch dem Anspruch gerecht, direkt an der Autobahn als eines der Aushängeschilder der Technologieregion zu fungieren. Die Umsetzung des Projekts soll bis 2025 während des laufenden Betriebs des heutigen Konferenzhotels erfolgen. (sb)


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