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18.04.2019

Gletscher, Licht und Flugzeuge

U-Bahn-Stationen in Oslo geplant


Die Osloer U-Bahn, auf norwegisch Oslo Tunnelbane, besteht derzeit aus fünf Linien, die alle durch die Innenstadt führen. Nun soll eine weitere Linie die Stadt mit der Halbinsel Fornebu verbinden: Als eine der am schnellsten wachsenden Städte auf dem europäischen Kontinent sucht Oslo Nachverdichtungsmaßnahmen, die die natürlichen Lebensräume der Umgebung nicht beeinträchtigen. Die Stillegung des Flughafens auf der Fornebu-Halbinsel schuf Platz – 6.000 Wohnhäuser sowie Bauten für Dienstleistungen und Kultur entstehen auf dem ehemaligen Fluggelände. Den Wettbewerb für zwei U-Bahnhöfe der Fornebubanen gewannen Zaha Hadid Architects (London) und A-Lab (Oslo). Ein weiterer Entwurf stammt von MestresWåge (Barcelona) mit Imago-Cerejeira Fontes (Braga) und José Gigante (Porto).

Die acht Kilometer lange U-Bahn-Linie wird in einem unterirdischen Tunnel verkehren, der die Umsteigestation Majorstuen im Stadtzentrum von Oslo mit dem Fornebu Senter auf der Halbinsel verbindet. 12 Minuten soll die Fahrt dauern. Für ihren Entwurf des Fornebu Senters ließen sich ZHA und A-Lab von der Gletscherlandschaft Norwegens inspirieren. An Berge, Schluchten und Fjorde soll die Station erinnern – der Strom der Menschen wird in sie hinein und aus ihr wieder herausgeleitet. Die öffentlichen Plätze auf Straßenlevel werden zu Eingängen; alles fließt.

Für Fornbuporten lassen sie an den Enden der Station zwei gegensätzliche Eingangspavillons entstehen. Am südlichen Eingang erhebt sich ein geschichteter, orthogonaler Pavillon über die kartesische Geometrie des Stadtgefüges. Im Norden spannt sich ein ovaler Baldachin über die Landschaft des Gemeindeparks. Im unterirdischen Tunnel verschmelzen die beiden kontrastierenden Formen. Innerhalb der Station soll sich die Lichtplanung positiv auf das Wohlbefinden der Passagiere auswirken.

MestresWåge, Imago-Cerejeira Fontes und José Gigante zeichen für die Station Flytårnet verantwortlich. Nahe des ehemaligen Kontroll-Towers verweist der Bahnhof stärker auf die Geschichte von Fornebu, dem ehemaligen Flughafen der norwegischen Hauptstadt: Die unabhängigen, freitragenden Dächer der Glasbox-Eingänge erinnern an Tragflächen von Oldtimer-Flugzeugen.

Insgesamt umfasst die Fornebubanen sechs neue Stationen. Als eines der größten Infrastrukturprojekte in Oslo soll 2020 mit dem Bau begonnen werden. Bis 2025 soll die Linie fertiggestellt sein. (eb)


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ZHA, A_Lab, Station Fornebu Senter

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