Gemeinwohl-Einsatz sichtbar machen
Themenabend in Frankfurt am Main
Egal ob Wohnungsbau, Stadtplanung, Verkehrs- oder Bildungspolitik – Gemeinwohl ist in aktuellen Diskussionen ein präsenter Begriff. Auch Architektur- und Planungsbüros ist es inzwischen möglich, sich ihren Gemeinwohl-Einsatz zertifizieren zu lassen. Der Ansatz geht zurück auf die internationale Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung, die in Deutschland sowohl mit Regionalgruppen als auch auf nationaler Ebene als Verein vertreten ist.
Am Montag, 9. September 2024 gibt der BDA Hessen zum Thema Gemeinwohl eine Einführung. Veranstaltungsort ist das Landessekretariat des BDA in Frankfurt am Main. Zu Gast ist die zertifizierte Gemeinwohlökonomie-Beraterin Gerlinde Lamberty. Sie wird den Begriff Gemeinwohl-Ökonomie erläutern, Gründe für eine entsprechende Bilanzierung diskutieren und die erforderlichen Schritte beleuchten.
Als Vorbild für Architektur und Planung dienen andere Branchen, in denen die Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung (GWÖ) ihre Vision einer Wirtschaftsordnung mit Anreizen für ethisches Verhalten gemäß gemeinschaftsorientierter Prinzipien schon länger entfalten konnte. Bei Unternehmen lässt sich dies mittels eines Punktesystems entsprechend einer Gemeinwohl-Matrix messen. Diese folgt den Werten Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie Transparenz und Mitentscheidung.
Eine Zertifizierung macht den eigenen Gemeinwohleinsatz für Kund*innen oder etwa zukünftige Mitarbeiter*innen sichtbar. Die GWÖ fordert darüber hinaus Vorteile wie Steuererleichterungen oder günstigere Kredite.
Termin: Montag, 9. September 2024, 18–20 Uhr
Ort: Landessekretariat des BDA Hessen, Braubachstraße 3, 60311 Frankfurt am Main
Um Anmeldung wird hier gebeten – verlängert bis zum 9. September 2024. Für den Besuch der Veranstaltung werden Fortbildungspunkte bei der AKH anerkannt.
was soll das?
gemeinwohl definiert sich - nebst aller nur erdenklicher abwägungen und widersprüche, die es natürlich stets im gemeinwesen demokratisch auszuhandeln gilt - ganz allgemein durch:
NICHT-GEWINNORIENTIERUNG. punkt.
eine lizenz, die unternehmen dazu "anreizen" soll - im namen wessen? gewinne zugunsten des gemeinwohls zu minimieren, führt logischerweise dazu, dass gewinninteressen in rot-, grün- und regenbogenfarben passend gewaschen werden.
anstatt sich für kommunalisierung und vergesellschaftung einzusetzen, wird hier eine geschäftsidee zur idelologie aufgeblasen. das klingt nicht gut für unser aller wohl.