Grüne Invasion
Temporärer Park in Lima
Laut Weltgesundheitsorganisation sei es empfehlenswert, in jeder Stadt pro Einwohner eine Fläche von etwa acht Quadratmetern Erholungsfläche anzubieten. In Städten wie der peruanischen Hauptstadt Lima, deren Einwohnerzahl sich in den letzten vierzig Jahren knapp versechsfacht hat, ist diese Zahl allerdings illusorisch, hier liegt der Wert bei knapp zwei Quadratmetern pro Einwohner. Für das jährliche Festival „Limas Große Woche“ haben die lokalen Architekten Genaro Alva, Denise Ampuero, Gloria Andrea Rojas und die Industriedesignerin Claudia Ampuero ein Projekt realisiert, mit dem sie darauf hinweisen, mit wie wenig Mitteln sich dieser Misstand wenn nicht beheben, dann doch lindern ließe.
Ihre „Invasion Verde“ ist eine Grün-Installation in einer der Fußgängerzonen in der Innenstadt. Sie schütteten kleine Erdhaufen auf das Pflaster, setzten Rasen und Blumen und bastelten aus alten Reifen und anderem Plastikmüll Sitzgelegenheit und Blumentöpfe. Dieser Pop Up-Park wurde zu einem der beliebtesten Treffpunkte während des Festivals, gleichzeitig war er eine der kostengünstigsten Installationen. Nun wird über die Zukunft des kleinen „Parks“ diskutiert, der eigentlich nur für das neuntägige Festival gedacht war. „Wir hatten gehofft, dass die Besucher einige inspirierende Ideen mitnehmen könnten, wie auch in ihren eigenen Vierteln kleine Parks und Grünflächen entstehen könnten“, so die Architekten.
ich denke, wir haben es hier mit einer künstlerischen intervention zu tun und keineswegs um eine dauerhafte planerische lösung.
sagen sie mir, wenn ich irre, denn, um es vorweg zu sagen: NEIN, ich war noch nicht in peru und ich spreche kein spanisch.
übrigens: dass sie das mit der frittenbude so aufregt... da ist es nämlich hüben wie drüben. sowas würde die leute überall fröhlich anlocken, so auch in europa. da brauchen sie gar nicht so übertrieben p.c. zu sein ;)
mi éspusa - quatros anos ahora - viene de lima.
Peru ist ein grünes, fruchtbares Land - schon mal was vom Hochland, vom Amazonas - un inferno verde - gehört ?
Allerdings, in Lima selbst regnet es sehr selten (aber mittlerweile durch den Klimawandel immer öfter (ein Problem hierbei ist der Erhalt der antiken Pyramiden aus Lehmsteinen)...
Jedenfalls sind die begrünten alten Autoreifeninseln keine Lösung.
Hoffe, das Schütteln legt sich - sic!
Es würde dabei helfen, einfach die Nachricht nochmal zu lesen:
"Nun wird über die Zukunft des kleinen Parks diskutiert, der eigentlich nur für das neuntägige Festival gedacht war. Wir hatten gehofft, dass die Besucher einige inspirierende Ideen mitnehmen könnten, wie auch in ihren eigenen Vierteln kleine Parks und Grünflächen entstehen könnten
Stadt- und Grünraumplanung als - um´s mal Neudeutsch zu sagen - Grassroot-Strategie....idealistisch, fortschrittlich und offensichtlich erfolgreich, weil in dem relativ armen Land auch noch preisgünstig umsetzbar. Und von den satten, deutschen Besserwissern kommt nur Häme und Gequatsche. Ihr habt vermutlich keine Ahnung von den Verhältnissen in Peru, seid auch noch nie in Lima gewesen. Ihr sprecht keine Spanisch und habt niemals mit einem "Limanesen" gesprochen, aber maßt Euch hier ein Urteil an. Da schüttelt es einen.