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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Tagungszentrum_in_Luxemburg_fertig_2308029.html

07.09.2011

Centre de Conferences Kirchberg

Tagungszentrum in Luxemburg fertig


Mit der Fertigstellung der letzten Bauphase wurde jetzt das Centre de Conférences Kirchberg für das Ministerium für öffentliche Bauten in Luxemburg vollendet. Der Bau, der in eine bestehende Hochhausstruktur hinein entworfen wurde, wurde seit 2000 von der Arbeitsgemeinschaft der Büros SchemelWirtz (Luxemburg) und Jourdan & Müller • PAS (Frankfurt) entworfen.

Die Entwurfsidee gründet auf einem Plateau als Sockel für eine Reihe von eingestellten und teilweise die Dachhaut durchdringenden Körpern, wobei das bestehende, 24-stöckige Hochhaus den vertikalen Akzent setzt. Die Körper werden von einer gläsernen Halle mit auskragendem Flugdach umschlossen.
Das begrünte Dach schließt zur Platzfront mit einer räumlich geformten, metallischen Flügelkante ab. Akzentuiert wird die pfeilförmige Dachfläche durch eine Wölbung im Bereich des großen Saales. Das Dach bildet die „fünfte Fassade“ und ist von den umliegenden, höheren Gebäuden gut wahrnehmbar.

Durch die gläserne, 300 Meter lange und bewusst reduzierte Platzfassade ist die Abfolge der inneren Baukörper sowie die Bewegung der Besucher tags und nachts ablesbar.

Im Inneren dominiert der Konferenzsaal inmitten des Foyers als raumbildendes Element. Er hat die Form eines zweischaligen Ellipsenstumpfes. Die äußere Schale setzt sich aus großformatigen und räumlich geformten Tafeln aus Nussbaumfurnier zusammen. Die Schwere und Größe des Körpers wird durch tiefe Einschnitte ablesbar. Im Kontrast dazu ist die innere Schale aus stabförmigen, die Akustik unterstützenden Nussbaumprofilen aufgebaut. Es gibt Einschnitte auf zwei Ebenen für 28 Dolmetscherkabinen mit räumlich gekrümmter Verglasung und zwei offene Tribünen für 150 Personen. Das große ebenerdige Panoramafenster mit ebenfalls gekrümmter Verglasung bietet Tageslicht und Bezug zur Natur.
Im Bereich des Haupteinganges durchdringt das bestehende Hochhaus die neue Dachlandschaft. Es ist durch große Horizontalverglasungen abgelöst und bis auf die Konstruktion und Erschließungskerne freigelegt.

Talseitig verbindet die neue Bar mit restaurierter Glaskunstwand den großen Saal mit den Foyers des Hochhauses und den bestehenden Sälen.
Die beiden Baukörper der bestehenden Säle wurden vor Umbauungen freigestellt, mit einer Natursteinfassade bekleidet und gestalterisch in die Reihe der Körper integriert. Sie bilden den Schlusspunkt der auf dem Sockel angeordneten Abfolge von eigenständigen Körpern.

Fotos: Johannes Maria Schlorke


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