Le Monolithe
Superblock von MVRDV in Lyon fertig
Dass Winy Maas, Jacob van Rijs und Nathalie de Vries ein Faible für monolithische Großstrukturen haben, ist kein Geheimnis. MVRDV vermelden heute, dass ihr neuer Superblock im städtebaulichen Entwicklungsgebiet „Lyon Confluence“ fertig gestellt ist. „Le Monolithe“ steht nun in voller Größe im Nordwesten der Stadt und bietet dem Gebiet an der Südspitze der Halbinsel Lyon Presqu'île – dort wo Rhône und Saône zusammenfließen –, reichlich neue Flächen für Büros, Geschäfte und Wohnungen.
2004 hatten die Niederländer den Wettbewerb für den Masterplan des 32.500 Quadratmeter großen Plangebiets von für sich entschieden. Die Gebäudestruktur wurde in fünf Abschnitte unterteilt, die von jeweils von einem anderen Architekten entworfen wurden. Der Kopfbau stammt von MVRDV, die anderen Blockabschnitte von Pierre Gautier, Manuelle Gautrand, ECDM und Erik van Egeraat. Die Gestaltung der öffentlichen Platz- und Parkanlagen stammt von den Rotterdamer Landschaftsarchitekten West 8.
Insgesamt beinhaltet der urbane Superblock eine unglaubliche Mischnutzung aus Eigentums-, Miet-, Sozial- und Ferienwohnungen, Büro und Einzelhandelsflächen sowie einen langen durchgehenden Innenhof, verschiedene öffentliche Freizeitanlagen, den neu angelegten Saône-Park, einen Yachthafen, einen Kindergarten, Kulturinstitutionen und weitere öffentliche Einrichtungen sowie einen neuen Bahnhof, Parkplätze und Tiefgaragen – eine kleine Stadt in der Stadt.
Der MVRDV-Block steht direkt am Flussufer und spiegelt sich mit seiner Aluminiumfassade im Wasser. Die dahinter geschalteten Bauabschnitte sind formal gleich, unterscheiden sich jedoch in der Art der jeweiligen Fassade. Durch die klappbaren Aluminiumpaneele lässt sich die gesamte Frontfassade komplett verschließen. Jede Wohn- oder Büroeinheit ermöglicht durch flexible Grundrissstrukturen eine individuelle Anpassung der speziellen Anforderungen verschiedenster Nutzer. Alle Räume sind natürlich belichtet und belüftet.
haben diese komischen architekten die brennenden autos und den durchgeknallten kärcher-sarkozy nicht gesehen; ich bin fassungslos, das ganze gehört in die luft gesprengt, jetzt.....
nur eine anmerkung: den satz "lyon ist auch brutal" finde ich eigentlich ziemlich lustig. GERADE in dem kontext der immer wieder so intelligent daher kommenden architektenschaft.
Meinungen austauschen?? Unprofessionelle persönliche Sympathiebekundungen..Wie langweilig und überflüssig! Und Kommentare, die in einer Architektur gleich den Untergang des Abendlandes, Brutstätten des Verbrechens oder dergleichen Unfug mehr verorten, sollte man sich vielleicht wirklich besser verkneifen. Aber wo bliebe der Spaß, wenn man so etwas nicht mal mehr kritisieren darf? Ob Sie´s glauben oder nicht - ich wage es hier tatsächlich, Sie zu belehren;-) -, man kann - Fachwissen, Verstand und ein offenes Gemüt vorausgesetzt - auch in einem solchen Forum über Architektur und die werten Kollegen Architekten in wenigen ausformulierten Sätzen (ohne sinnleere Interpunktpunktpunktion) Freundliches, Profundes und Relevantes sagen. Es müssen nunmal nicht zwangsläufig Stilblüten-Haikus à la "aber Lyon ist auch brutal" sein. (Allein, dass einem akademisch gebildeten Architekten solch ein Satz über die Lippen kommt, ist doch schon befremdlich genug und wirft ein fahles Licht auf die Architektenausbildung in Deutschland.) Das geradezu unterirdisch niedrige Niveau - gerade, wenn es unwidersprochen bleibt - schadet dem Diskurs und dem Ansehen des Berufstandes. Das, Frau Graef, ist meine ganz persönliche und professionelle Meinung. Und dies war - wenn Sie freundlichst gestatten - nun mal keine Sympathiebekundung für Ihren Beitrag, so wenig wie Ihrer eine zu dem des Vorredners war. Aber ich denke, damit können wir leben.
Ich stimme vollkommen mit Ihnen überein, dass diese Plattform keineswegs ein Sammelplatz akademischer Lehrübungen werden sollte. Allerdings glaube ich auch, dass einige der hier Schreibenden, zum ganz überwiegenden Teil aus der Branche, vielleicht besser daran täten statt dreizeiliger Verrisse zu schreiben etwas mehr Respekt gegenüber der Arbeit der Kollegen aufbrächten. Fürs Erste nehme ich mir die Freiheit, mich an der Dreistigkeit gewisser Anschuldigen zu stossen, welche auf der ungewissen Grundlage einiger weniger Bilder vorgebracht werden. Viele hier finden das Gebäude zu gross, zu unproportioniert, vielleicht zu konzeptionell (wobei schon diese Aussage problematisch ist) geht alles in Ordnung daraus aber abzuleiten, dies sein ein menschenunwürdiger Ort, kein Ort für Kinder, gar eine Brutstätte des Verbrechens ist Polemisieren auf unterstem Niveau. Fehlt nur noch der Nazi-Vergleich, wenn ich auch mal in die gleiche Kerbe schlagen dürfte. Sehen Sie mich als Idealisten, aber ich erwarte von intelligenten Menschen etwas mehr Eloquenz.