I love Calatrava
Streit um St. Galler Bushäuschen
In St. Gallen ist der Teufel los. Endlich! Dort steht eine Buswartehalle, die erst keiner haben wollte und nun keiner mehr hergeben möchte. Einen Namen hatte das Wartehäuschen, 1996 von Stararchitekt Santiago Calatrava entworfen, schnell: Dinosaurier, Future, Baugerüst...
Nun soll der Dino weg, sagen die Stadtväter. Denn der Kultbau steht auf dem Bohl, der mit dem Marktplatz verbunden ist. Die Oberhäupter planen, die „Trilogie“ von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt zu „entrümpeln“ und „neu zu verschmelzen“. Den Projektwettbewerb für die Neugestaltung des Marktplatzes hatten die St.Galler Architekten Armin Benz, Martin Engeler und Nora Bothe gewonnen, und: Ihr Projekt „Josy und Orazio“ kommt ohne Calatrava-Wartehalle aus.
Der Streit erhitzt die Gemüter, Architekturexperten und Kunsthistoriker melden sich zu Wort, Politiker wehren sich. Derweil werden in den St. Galler Gassen „I love Calatrava“-Buttons verteilt. Große Aufregung in der Provinz. Es wird Alarm geschlagen. Aber dafür gibt es ja noch die Notrufzentrale. Und die ist auch von Santiago Calatrava!
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Die Stadtsprecher sowie die Fachjury will uns nun einen Schildbürgerstreich unterjubeln? Zu welchem Zweck? Vetternwirtschaft & Eigenlob? Nein?
Dann lasst uns doch mal über die Projekt-Kopplung der Parkgarage, dem Kick-Back Vertrag von 107 Parkplätzen und dem Plan, an der Volksabstimmung vorbei zu bauen, sprechen!
Legt endlich mal die Zahlen auf den Tisch & hört auf, euch in den Himmel schön zu reden. Wir können es nicht mehr hören ...