Vier mal Wohnen
Stefan Forster in Frankfurt am Main
Vis-à-vis dem Eingang der Europäischen Zentralbank im Frankfurter Ostend hat die Eigentümergemeinschaft Quartier East zwei Bestandsbauten saniert und um zwei Wohnhäuser ergänzt. Für die architektonische Umsetzung des Projekts zeichnet das lokal ansässige Büro Stefan Forster verantwortlich. Auf einer Bruttogeschossfläche von 4.710 Quadratmetern entstanden 35 Eigentumswohnungen, die zwischen 70 und 150 Quadratmetern variieren, sowie Flächen für ein Café.
Mit dem Projekt waren mehrere Aufgaben verbunden. Dazu gehörte die umfangreiche Sanierungen der beiden schlichten Gründerzeitbauten. Das rechte der beiden Häuser war durch einen Brand stark beschädigt. Die Dachpartien beider Bauten wurden neu gestaltet und die Erdgeschosszone neu organisiert. Alle Wohnungen bekamen Balkone. Die zwei Fünfgeschosser folgen durch den Umbau nun einer Entwurfslinie.
Rechts und links der Bestandsbauten realisierten die Architekt*innen zwei siebengeschossige Neubauten. An der Straßenecke Sonnemannstraße Windeckstraße entstand ein roter Klinkerbau. Er leitet über zu einer Wohnbebauung in der Windeckstraße, die Stefan Forster Architekten 2016 realisierten. Insbesondere durch die raumhohen Fenster und die charakteristischen Balkone hebt sich der Neubau an der Ecke von den drei anderen Bauten des Gesamtprojekts ab. Der Neubau rechterhand der Bestandsbauten gliedert sich eher in den Blockrand ein.
Die Architekt*innen entschieden sich bei ihrem Projekt, unterschiedliche architektonische Referenzen einfließen zu lassen. Diesem Konzept liege der „Gedanke der europäischen Stadt mit parzellierten, immer etwas anders gestalteten und zugleich identifizierbaren Einzelhäusern zugrunde“, schreiben sie. (sla)
Fotos: Lisa Farkas
Die zukünftigen Nutzer werden Freude an der schönen Häuserzeile haben. Gelungen ist vor allen Dingen, dass jedes Haus eine eigene Architektursprache widerspiegelt. Bitte mehr davon für die Bürger der Stadt Frankfurt am Main.
Man lege Haus und Treppen über-
griffig(?), klug(?), zusammen,
um für ein Kind und/oder Zimmer
mehr Platz zu bekommen,
plant im Riesen-Giebel noch ein
ebensolches Fenster ein,
wo wohl einst - wenn überhaupt -
ein Kleines wird gewesen sein,
damit der Nutzer straßenseits,
wenn er schon lebt mit dem Gelärme,
wenigstens genießen kann aus-
reichend Licht und Wärme...
Und so trifft hier Neueres mit
überzogener Präsenz
auf unperfekten Altbau.
Das nennt man Ambivalenz.
Die zwei Neubauten nehmen die Umgebung gut auf und orientieren sich auf die Nachbarbauten.
Nur Brutto-Grundfläche und Geschossfläche.
Das sollte als Fachblatt nicht passieren!