Aus dem Hang heraus
Stadthalle von Lamott.Lamott Architekten in Cham
Etwa 60 Kilometer nordöstlich von Regensburg, nahe der tschechischen Grenze liegt die Kreisstadt Cham. Nicht weit entfernt von der mittelalterlichen Altstadt haben Lamott.Lamott Architekten aus Stuttgart dort eine neue Stadthalle gebaut. An einem leicht geneigten Hang gelegen, stellt der Neubau direkte Blickbeziehungen zum Fluss Regen her und nimmt die heterogenen städtebaulichen Strukturen der Umgebung auf. Die Architekten wünschen sich eine „identitätsstiftende, neue kulturelle Adresse der Stadt.“
Der Neubau besteht aus drei Volumen, die unterschiedliche Funktionen aufnehmen. Die Sockelzone öffnet sich mit breiten Treppen zum Straßenraum. In der Sockelzone befinden sich die Eingangsbereiche und ein Restaurant. Die zwei größeren, mit schimmernden Fassaden aus eloxierten Aluminiumstäben verkleideten Bauvolumen umfassen einen Saal sowie einen Tagungsbereich. Der teilbare Veranstaltungssaal hat eine Gesamtgröße von rund 680 Quadratmetern und kann insgesamt bis zu 800 Personen aufnehmen. Der Tagungsbereich besteht aus drei unterschiedlich großen, ebenfalls kombinierbaren Räumen und einem dazugehörigen Foyer. Das geräumige Foyer im Erdgeschoss ist rund 390 Quadratmeter groß und dient nicht nur als Eingangsbereich, sondern kann auch als Veranstaltungsraum genutzt werden.
Die Architekten sprechen vom Konzept einer „terrassierten Landschaft“, die durch den Kontrast zwischen Vorplatz, Sockelzone und den beiden metallisch strahlenden Gebäudeteilen geschaffen wird. Teil dieser Landschaft ist auch eine große Tiefgarage hinter der Halle. Im Inneren der neuen Stadthalle Cham kommt Holz zum Einsatz, das vor allem die unterschiedlichen Bereiche visuell miteinander verbinden soll. Im großen Saal spiegelt die Lamellenkonstruktion aus Weißtanne außerdem die Außenfassade wider. (mg)
Fotos: Brigida González
ansonsten - sehr schönes teil.
@wiesengrund: das mit der tg geht mir bei meinem (deutlich kleineren, aber von der nutzung her ähnlichen) derzeitigen projekt im ländlichen raum ähnlich. die bauherren können den rachen bezüglich stellplätze nicht voll genug bekommen - es ist zum weinen. auf dem dorf hält man eine maximale automobilisierung nach wie vor für das non plus ultra. total bescheuert. irgendwann kommt auch da mal carsharing, und die leute merken, dass sie champignons in ihrer garage züchten können.
schönes ding, aber....
lohnt sich das ?
kleines ding im ausland?
das ganze EU-zeugs iat schon etwas absurd...