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14.01.2021

Bewegung hinter Streckmetall

Sportzentrum in Überlingen von Wulf Architekten


Weiße Metallfassade, gezacktes Dach, ein gläsernes Erdgeschoss, das an den Ecken zurückspringt – so präsentiert sich das neue Sportzentrum von Überlingen. Es liegt, zwischen Real- und Sekundarschule, Gymnasium und Gewerbeschule, im Zentrum der baden-württembergischen Großen Kreisstadt am Nordufer des Bodensees. Bestehend aus Dreifeldsporthalle, Gerätturnhalle, Ballsporthalle und Außensportplätzen ist das Sportzentrum wichtiger Bestandteil des Masterplans Schulcampus. Der Entwurf stammt vom Stuttgarter Büro Wulf Architekten , die sich immer wieder mit dem Thema Schulbau und Bauten für Kinder beschäftigen.

Nach knapp zwei Jahren Bauzeit konnte der Komplex mit einer Bruttogrundfläche von 5.600 Quadratmetern im September vergangenen Jahres den Schüler*innen für den Sportunterricht übergeben werden. Abends und an den Wochenenden stehen die Hallen zudem den Überlinger Sportvereinen zur Verfügung.

Konzipiert ist der Bau als offenes Haus: Durch das verglaste Erdgeschoss – die Architekt*innen sprechen von einer transparenten Fuge – sollen Sichtbezüge zum öffentlichen Raum und den angrenzenden Schulen geschaffen werden. Hier liegen Foyer, Dreifeldsporthalle und, für Wettkampfzwecke der örtlichen Vereine, die längs angeordnete Tribüne. Erschlossen wird das Sportzentrum von drei Seiten, von Norden, Osten und Westen; über das markante, gegenläufige Treppenhaus gelangt man in die Ballsport- und Gerätturnhallen in den oberen Geschossen. Ein durchlaufendes Fensterband sorgt hier für Tageslicht.

Nach außen erscheint der Bau als weißer Solitär, umhüllt von einer Fassade aus Streckmetall. Das markant gefaltete Hallendach, das als gezackte Holzkonstruktion aus der Grundform herauswächst, strukturiert den Baukörper und soll Bezug nehmen auf die benachbarten, kleinmaßstäblicheren Wohnbauten mit Spitzdächern. Als gestalterische Motive dominieren auch im Inneren weißes Streckmetall und Sichtbeton sowie großzügige Verglasungen, die zurückhaltend klare Räume mit ruhiger Atmosphäre entstehen lassen. Für Farbklecke sorgen dann die Sportler*innen in ihren bunten Trainingsklamotten. (kat)

Fotos: Brigida González


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